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Inhaltsverzeichnis:
- Kurz erklärt
- Warum ist der Tankrabatt gerade wieder Thema?
- Warum schwanken Spritpreise im Tagesverlauf so stark?
- Was kosten 100 Kilometer mit Benziner, Diesel und E-Auto?
- Beispiel aus dem Alltag: Was bedeuten die Unterschiede im Jahr?
- Was zeigt die Modellrechnung?
- Warum ist Laden zuhause oft günstiger als öffentliches Laden?
- Wann lohnt sich eine Wallbox besonders?
- Was bringt Photovoltaik beim Laden eines E-Autos?
- Tanken oder Laden, was ist planbarer?
- Checkliste: Passt ein E-Auto zu Ihrem Alltag?
- Fazit: Mehr Kontrolle über die eigenen Mobilitätskosten
- FAQ
- Quellen
Kurz erklärt
Ist ein E-Auto günstiger als ein Benziner oder Diesel?
In vielen Fällen ja. Besonders beim Laden zuhause liegen die Energiekosten häufig deutlich unter den Kosten für Benzin oder Diesel.
Entscheidend sind vor allem:
- der Strompreis
- der Verbrauch des Fahrzeugs
- die Kraftstoffpreise
- der Ladeort
- die jährliche Fahrleistung
Wer zusätzlich eine Wallbox, einen passenden Autostromtarif oder eine Photovoltaikanlage nutzt, kann seine Kosten oft noch besser planen.
Warum ist der Tankrabatt gerade wieder Thema?
Nach aktuellen Medienberichten soll der Tankrabatt zum 30. Juni 2026 auslaufen. Viele Autofahrerinnen und Autofahrer verfolgen deshalb die Entwicklung der Kraftstoffpreise besonders aufmerksam.
Dabei hängen die Preise an der Zapfsäule von vielen Faktoren ab:
- Rohölpreise
- Energiesteuern
- Wettbewerb zwischen Tankstellen
- Tageszeit und Nachfrage
Selbst wenn die Preise kurzfristig sinken, bleibt die Frage, wie gut sich Mobilitätskosten langfristig kalkulieren lassen.
Warum schwanken Spritpreise im Tagesverlauf so stark?
Wer regelmäßig tankt, kennt das Phänomen: Morgens ist der Literpreis häufig deutlich höher als wenige Stunden später.
Auswertungen des ADAC zeigen regelmäßig erhebliche Preisunterschiede innerhalb eines Tages. Besonders rund um die Mittagszeit und in den Abendstunden sind die Preise häufig niedriger als am Morgen.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das:
Wer günstig tanken möchte, muss Preise vergleichen und den richtigen Zeitpunkt erwischen.
Beim Laden zuhause ist die Situation oft einfacher. Hier kennen Sie Ihren Strompreis in der Regel bereits im Voraus und können Ihre Energiekosten besser planen.
Was kosten 100 Kilometer mit Benziner, Diesel und E-Auto?
Die folgende Tabelle zeigt eine Modellrechnung auf Basis typischer Verbrauchs- und Energiepreise.
* Modellrechnung. Für die Berechnung wurde ein Strompreis von 0,12 €/kWh angesetzt. Dieser Wert entspricht einem Mittelwert typischer Stromgestehungskosten von Solarstrom aus privaten Photovoltaikanlagen mit Speicher. Je nach Anlagengröße, Speicher, Eigenverbrauchsquote, Finanzierung und Nutzungsdauer können die tatsächlichen Kosten höher oder niedriger ausfallen. In vielen Wirtschaftlichkeitsberechnungen liegen sie etwa zwischen 0,10 und 0,15 €/kWh.
Wichtig: Die Werte dienen ausschließlich als Beispielrechnung. Der tatsächliche Verbrauch hängt vom Fahrzeug, Fahrstil, Wetter, Streckenprofil und möglichen Ladeverlusten ab.
Beispiel aus dem Alltag: Was bedeuten die Unterschiede im Jahr?
Ein Pendler fährt täglich 40 Kilometer zur Arbeit und zurück.
Bei 220 Arbeitstagen pro Jahr ergibt das rund 8.800 Kilometer Fahrleistung.
Auf Basis der Beispielwerte ergeben sich folgende Energiekosten:
Was zeigt die Modellrechnung?
Wer sein E-Auto überwiegend zuhause lädt, zahlt in diesem Beispiel rund 507 Euro Energiekosten pro Jahr.
Wer zusätzlich eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher nutzt und einen großen Teil des Ladestroms selbst erzeugt, kommt in dieser Modellrechnung auf rund 190 Euro pro Jahr.
Die Unterschiede werden dadurch besonders greifbar:
- Gegenüber dem Benziner ergibt sich ein Unterschied von rund 968 Euro pro Jahr.
- Gegenüber dem Diesel rund 696 Euro pro Jahr.
- Gegenüber dem Laden mit Haushaltsstrom zuhause rund 317 Euro pro Jahr.
Wichtig: Die Berechnung berücksichtigt ausschließlich die Energiekosten. Anschaffungskosten für Fahrzeug, Wallbox, Photovoltaikanlage oder Speicher sind nicht enthalten.
Warum ist Laden zuhause oft günstiger als öffentliches Laden?
Öffentliche Ladepunkte sind wichtig für längere Fahrten und spontane Ladevorgänge.
Die günstigsten Ladekosten entstehen jedoch häufig zuhause.
Dafür gibt es mehrere Gründe:
- planbare Strompreise
- Laden während der Standzeit
- komfortable Nutzung einer Wallbox
- mögliche Vorteile durch einen Autostromtarif
Wer regelmäßig zuhause lädt, gewinnt vor allem Planungssicherheit.
Wann lohnt sich eine Wallbox besonders?
Eine Wallbox kann besonders sinnvoll sein, wenn mehrere dieser Punkte auf Sie zutreffen:
- Sie verfügen über einen festen Stellplatz oder eine Garage.
- Sie fahren regelmäßig mit dem E-Auto.
- Sie möchten über Nacht laden.
- Sie möchten den Ladevorgang komfortabel steuern.
- Sie planen eine Photovoltaikanlage oder besitzen bereits eine.
Eine Wallbox macht das Laden zuhause einfacher und komfortabler.
Was bringt Photovoltaik beim Laden eines E-Autos?
Wer eine Photovoltaikanlage besitzt, kann einen Teil seines Ladestroms selbst erzeugen.
Das bietet mehrere Vorteile:
- höherer Eigenverbrauch
- weniger Strombezug aus dem Netz
- mehr Unabhängigkeit von Strompreisentwicklungen
- bessere Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms
Besonders interessant wird dies in Kombination mit einem Batteriespeicher.
Nach Angaben der Verbraucherzentrale kann der Eigenverbrauchsanteil einer Photovoltaikanlage durch einen Speicher häufig auf etwa 60 bis 80 Prozent gesteigert werden.
Für die Wirtschaftlichkeit ist nicht entscheidend, wie viel Strom die Anlage insgesamt erzeugt, sondern wie viel davon tatsächlich im eigenen Haushalt oder für das Laden des E-Autos genutzt wird. Mit einem Batteriespeicher lässt sich dieser Eigenverbrauch häufig deutlich erhöhen.
Dadurch steht auch in den Abendstunden Solarstrom für Haushalt und E-Auto zur Verfügung.
Wichtig bleibt jedoch: Das Fahrzeug steht nicht immer dann zuhause, wenn die Solaranlage die höchste Leistung erzeugt. Intelligente Wallboxen und Energiemanagementsysteme können helfen, den Eigenverbrauch weiter zu erhöhen.
Tanken oder Laden, was ist planbarer?
Beide Antriebsarten verursachen Energiekosten.
Der Unterschied liegt vor allem darin, wie stark diese Kosten schwanken.
Beim Tanken beeinflussen unter anderem:
- Ölpreis
- Energiesteuern
- Tageszeit
- Wettbewerb zwischen Tankstellen
Beim Laden zuhause sind vor allem relevant:
- Stromtarif
- Verbrauch des Fahrzeugs
- Ladeverhalten
- gegebenenfalls die eigene Photovoltaikanlage
Gerade deshalb empfinden viele E-Auto-Fahrende das Laden zuhause als besser planbar.
Checkliste: Passt ein E-Auto zu Ihrem Alltag?
☐ Habe ich einen festen Stellplatz?
☐ Kann ich zuhause laden?
☐ Ist eine Wallbox technisch möglich?
☐ Wie viele Kilometer fahre ich pro Jahr?
☐ Gibt es einen passenden Autostromtarif?
☐ Plane ich eine Photovoltaikanlage?
☐ Wie oft benötige ich Schnellladen unterwegs?
Je mehr Fragen Sie mit „Ja“ beantworten können, desto attraktiver kann ein E-Auto für Ihren Alltag werden.
Fazit: Mehr Kontrolle über die eigenen Mobilitätskosten
Ob Benziner, Diesel oder E-Auto: die günstigste Lösung hängt immer von den individuellen Rahmenbedingungen ab.
Die aktuellen Diskussionen rund um den Tankrabatt zeigen jedoch, wie stark Kraftstoffpreise von äußeren Faktoren beeinflusst werden.
Wer sein E-Auto regelmäßig zuhause laden kann, profitiert häufig von besser kalkulierbaren Kosten und mehr Kontrolle über seine Energiekosten.
Mit einer Wallbox, einem passenden Autostromtarif und einer Photovoltaikanlage lassen sich diese Vorteile häufig weiter ausbauen.
Deshalb lohnt es sich gerade jetzt, die eigenen Mobilitätskosten einmal genauer zu vergleichen.
FAQ
Ist Laden zuhause günstiger als Tanken?
In vielen Fällen ja. Die Energiekosten pro 100 Kilometer liegen beim Laden zuhause häufig deutlich unter den Kosten eines Benziners oder Diesels.
Wie viel kostet 100 Kilometer mit einem E-Auto?
Je nach Strompreis und Ladeort liegen die Energiekosten typischerweise zwischen rund 5 und 11 Euro pro 100 Kilometer. Wer einen hohen Anteil selbst erzeugten Solarstroms nutzt, kann noch günstiger unterwegs sein.
Kann eine Photovoltaikanlage die Ladekosten weiter senken?
Ja. Wer einen Teil des benötigten Stroms selbst erzeugt und nutzt, kann die Energiekosten pro Kilometer weiter reduzieren.
Wird E-Auto-Fahren teurer, wenn Strompreise steigen?
Steigende Strompreise erhöhen die Ladekosten. Dennoch bleibt das Laden zuhause häufig konkurrenzfähig gegenüber Benzin und Diesel.
Lohnt sich eine Wallbox auch ohne Photovoltaikanlage?
Ja. Eine Wallbox bietet mehr Komfort, höhere Ladeleistung und zusätzliche Sicherheit gegenüber einer Haushaltssteckdose.
Was ist günstiger: Autostromtarif oder Haushaltsstrom?
Das hängt vom jeweiligen Tarif ab. Spezielle Autostromtarife können je nach Fahr- und Ladeverhalten Vorteile bieten.
Wie stark beeinflusst Schnellladen die Kosten?
Schnellladen ist besonders praktisch auf längeren Fahrten, verursacht aber häufig höhere Kosten als das Laden zuhause.
Was passiert, wenn der Tankrabatt endet?
Sollte der Tankrabatt wie angekündigt auslaufen, könnten sich die Kraftstoffkosten erhöhen. Wie stark sich dies tatsächlich auswirkt, hängt von der weiteren Preisentwicklung an den Energiemärkten ab.












