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23. June 2014

SWK zieht Bilanz: Umsatz leicht gestiegen – Dividende an die Stadt auf Planniveau – Konzernergebnis aufgrund Belastungen in den Geschäftsfeldern Energie und Entsorgung negativ

Das Geschäftsjahr 2013 stand für die SWK im Zeichen der schwierigen Situationen auf dem Stromerzeugungs- und Abfallverbrennungsmarkt sowie des Erwerbs der restlichen Anteile der lekker Energie GmbH im Dezember 2013. Drohverlustrückstellungen in den Geschäftsfeldern Energie und Entsorgung und deren steuerliche Behandlung haben zu einem negativen Konzernjahresergebnis geführt. Der Konzernumsatz stieg leicht, ebenso die Zahl der Mitarbeiter.
Trotz der Marktverwerfungen in den Geschäftsbereichen konventionelle Energieerzeugung und thermische Abfallverwertung ist es der SWK durch viele Anstrengungen und das große Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelungen, ein operativ gutes Ergebnis zu erzielen. Dies ermöglicht der SWK AG erneut eine Dividendenausschüttung in Höhe von rund 15 Mio. Euro an ihren Eigentümer, die Stadt Krefeld.

Drohverlustrückstellungen führen zu Konzernverlust, trotz neuem Umsatzrekord

Widrige Rahmenbedingungen, wie die Belastung durch die Energiewende bei der konventionellen Energieerzeugung und der Preisverfall bei der thermischen Verwertung von Siedlungsabfällen, führten 2013 zu einem erheblichen Drohverlustrückstellungsbedarf und damit erstmals zu einem Konzernverlust (-13 Mio. Euro). Diese Marktrisiken waren grundsätzlich bekannt und wurden auch im letztjährigen Chancen- und Risikobericht beschrieben. Allein ohne die Rückstellungen im Entsorgungsbereich hätte die SWK einen Überschuss von ca. 26 Mio. Euro erwirtschaftet. Der Konzernumsatz liegt weiterhin auf einem hohen Niveau und konnte gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 1,15 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Investitionsvolumen des Konzerns erhöhte sich von 38,4 Mio. Euro um knapp 80 Prozent auf 69 Mio. Euro. Dies liegt insbesondere in der Anzahlung für die zwölf neuen Niederflurstraßenbahnen der SWK MOBIL in Höhe von rund 20 Mio. Euro begründet. Die Mitarbeiterzahl erreichte mit 2.598 einen neuen Höchststand im SWK-Konzern. Dies hat seine Ursache vor allem in der Übernahme der lekker Energie GmbH zu 100 Prozent rückwirkend zum 01.01.2013.

Ergebnis für die Stadt Krefeld auf Planniveau

Wie in den vergangenen Jahren leistet die SWK AG auch für das abgelaufene Geschäftsjahr wieder einen erheblichen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung. Im dritten Jahr in Folge zahlt die SWK AG auch die zugesagten Zusatzbeiträge für den städtischen Haushalt in Höhe von 5 Mio. Euro. Der Zufluss an die Stadt Krefeld beläuft sich für 2013 auf 28,2 Mio. Euro, bestehend aus dem Jahresüberschuss und der Konzessionsabgabe. In den vergangenen fünf Jahren hat die SWK insgesamt mehr als 136 Mio. Euro an die Stadt Krefeld ausgeschüttet.

Hohes Niveau beim Citizen Value

Auch in 2013 leistete die SWK trotz Ergebnisdruck wieder einen hohen Beitrag zum so genannten „Citizen Value“. Mit rund 91 Mio. Euro leistete die SWK hier in 2013 erneut einen hohen Beitrag. Zum Citizen Value zählt beispielsweise die Tatsache, dass die SWK jährlich Aufträge in Höhe von rund 30 Mio. Euro an lokale und regionale Unternehmen vergibt und damit weitere Arbeitsplätze in der Region sichert. Auch die Übernahme von Verlusten aus dem ÖPNV (knapp 18 Mio. Euro) und die Gewerbesteuer in Höhe von rund 7,3 Mio. Euro, die der Stadt zugute kommt, fallen hierunter.

Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern

Im Geschäftsfeld Energie wurde das Erzeugungsgeschäft von einem weitern Verfall der Börsenpreise für Strom geprägt. Kohle- und Gaskraftwerke arbeiten als Folge der politisch gesteuerten Energiewende mit Verlusten. Kraftwerke können mit dem Vertrieb der Strommengen allein ihre Vollkosten nicht mehr abdecken. Versorgungssicherheit erfordert jedoch den Erhalt bestehender grundlastfähiger Kraftwerke und Investitionen in gesicherte Kraftwerks- oder Speicherleistung. Um Impulse zu setzen, in effiziente, grundlastfähige Erzeugung zu investieren bzw. bestehende Anlagen zu modernisieren, fordern die energiewirtschaftlichen Verbände deshalb die Einführung eines Kapazitätsmarktes, d.h. eines Marktes, der Anreize für Kraftwerksbetreiber schafft, Erzeugungskapazität vorzuhalten, indem nicht nur die abgegebene Leistung vergütet wird, sondern auch die Betriebsbereitschaft der Kraftwerke. „Die Branche ist sich einig, dass ein Leistungsmarkt zur verlässlichen Vergütung gesicherter Leistung benötigt wird. Wir fordern diese Neugestaltung im Interesse der Energiewende, da wir davon überzeugt sind, dass der nachhaltige Umbau der Energieversorgung und der damit verbundene Ausbau der erneuerbaren Energien langfristig stabile und berechenbare Rahmenbedingungen erfordert und auf mittlere Sicht auch günstiger ist als das jetzige System“, sagt Carsten Liedtke, Sprecher des SWK-Vorstands. Die SWK appelliert daher an die Bundesregierung, mit der Umsetzung eines neuen Marktmodells schnellstmöglich zu starten.

Ausgesprochen innovativ und erfolgreich war die SWK ENERGIE mit ihrem „Energiecontrolling Online“ (ECO) für Geschäftskunden. Beim Wettbewerb um den Stadtwerke-Award 2013 konnte sie mit ECO den dritten Platz erreichen. Beim Deutschen Preis für Online-Kommunikation, der vom Magazin „Pressesprecher“ vergeben wird, gewann die SWK mit ECO in diesem Jahr in der Kategorie B2B-Onlineportal und konnte sich gegen Mitbewerber wie beispielsweise BASF oder General Electric durchsetzen. Das ECO-Portal bietet den Nutzern Transparenz über ihren Energieverbrauch, detaillierte Analysefunktionen der gesamten Verbrauchs- und Anlagenstruktur, optimierten Energieeinkauf, ein zentrales Lastmanagement und eine Vielzahl weiterer Serviceleistungen. Es ist zudem als Energiedatenmanagementsystem TÜV-zertifiziert und unterstützt das Energiemanagement nach ISO 50001 und DIN 16247-1.

Das Geschäftsfeld Verkehr wurde in 2013 um ein neues Angebot erweitert: CarSharing. Die Alternative zum eigenen Auto gibt es seit November 2013 auch in Krefeld. Die SWK ist Kooperationspartner von Deutschlands Marktführer, der stadtmobil-Gruppe. „Wir sehen das CarSharing-Angebot als sinnvolle Ergänzung zum ÖPNV, es optimiert die individuellen Mobilitätswünsche unserer Bus- und Straßenbahnfahrgäste“, erklärt Carsten Liedtke. Ab Mitte Juli wird es neben den beiden bereits bestehenden CarSharing-Standorten bei der Krefelder Sparkasse und der SWK an der St. Töniser Straße zwei weitere Standorte geben: einen am Bockumer Platz und einen am Bismarckplatz.

Bereits seit 2010 betreibt die SWK das Stadtbusnetz in Bocholt. Die Zufriedenheit der Stadt und die bereits bestehende Präsenz vor Ort spielten neben dem wirtschaftlichsten Angebot eine wichtige Rolle bei der Auftragsvergabe für die Sprinterbuslinie von Bocholt über Borken nach Münster durch den Kreis Borken im August 2013. Beginnend mit Januar 2014 hat der Vertrag eine Laufzeit von zehn Jahren.

In Krefeld wird die Modernisierung der Straßenbahnflotte fortgesetzt. 19 moderne Niederflurstraßenbahnen sind 2010 in Betrieb genommen worden. Aufgrund der überwiegend positiven Erfahrungen wurden zwölf weitere Exemplare für rund 30 Mio. Euro bestellt. Die erste dieser Bahnen wird im Sommer in den Linienbetrieb gehen. Bis Ende 2014 werden dann alle zwölf Bahnen im Betrieb sein. Dann ist die komplette Straßenbahnflotte der SWK auf Niederflurtechnologie umgestellt.

Im Geschäftsfeld Wasser konnte die SWK in 2013 ihr Projekt Entcarbonisierung erfolgreich abschließen. Damit hat ganz Krefeld nun flächendeckend weicheres Wasser mit 13° dH. Fast drei Viertel der Krefelderinnen und Krefelder hatten sich dies nach einer Umfrage gewünscht und zeigen sich jetzt sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Moderne wassersparende Geräte, zurückgehende Einwohnerzahlen und sparsameres Verbraucherverhalten führen bundesweit seit vielen Jahren zu einem kontinuierlichen Verbrauchsrückgang. Allein in Krefeld ist der Wasserverbrauch in den vergangenen 20 Jahren um gut 30 Prozent gesunken. Daher müssen die Fixkosten des auf höheren Verbrauch ausgelegten Versorgungssystems, das nicht kurzfristig an die sinkenden Verbrauchsmengen angepasst werden kann, auf immer weniger Kubikmeter Trinkwasser umgelegt werden. Das führt zwangsläufig zu steigenden Preisen. „Vor diesem Hintergrund stehen auch wir vor der Aufgabe, Trinkwasser bezahlbar zu halten. Wir haben daher einen nachhaltigen Lösungsweg aus der Preisspirale gesucht und gefunden“, erklärt SWK-Vorstand Kerstin Abraham.

Ein neues Tarifmodell mit einer gerechteren Verteilung von fixen und variablen Preisbestandteilen soll noch in 2014 eingeführt werden. Das neue Tarifmodell für Krefeld sieht zukünftig einen Systempreis und einen nach wie vor über die abgenommene Menge abgerechneten Mengenpreis vor. „Damit besteht immer noch genügend Anreiz für die Bürgerinnen und Bürger, mit dem Trinkwasser sorgsam umzugehen“, sagt Kerstin Abraham. Der Systempreis bemisst sich bei Wohngebäuden nach der Anzahl der Wohneinheiten. Gewerbe, Industrie und alle anderen versorgten Objekte werden in Verbrauchsklassen unterteilt. Somit werden die unterschiedlichen Nutzergruppen angemessener an den Systemkosten beteiligt. „Das neue Tarifmodell baut auf erfolgreichen Erfahrungen anderer Städte bzw. Versorger auf und beinhaltet Krefeld-spezifische Lösungen“, erklärt Kerstin Abraham.

Im Geschäftsfeld Entsorgung konnten operativ alle Erwartungen in den Gesellschaften erfüllt werden. Der weiterhin bestehende Preisdruck im Bereich der Abfallverbrennung führt bei weggefallenen Zuweisungen insbesondere in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln bei gleichzeitig auslaufenden Kommunalverträgen und Überkapazitäten für Siedlungsabfällen zu einem intensiven Preiskampf in Ausschreibungen. Ausschreibungserfolge der EGN führen somit zur erfreulichen Mengensicherung für unsere Müllverbrennungsanlage in Krefeld, andererseits aber zur handelsrechtlich erforderlichen Bildung von Rückstellungen über die gesamte Laufzeit der Vertragsverpflichtungen der EGN. So hat beispielsweise die Stadt Mönchengladbach ihre Entsorgungsdienstleistungen für jährlich etwa 46.000 Tonnen Restmüll neu ausgeschrieben. „Wir haben uns neben weiteren Wettbewerbern beworben und den Zuschlag für eine lange Vertragslaufzeit erhalten“, erklärt Kerstin Abraham. Die Bildung von Drohverlustrückstellungen im Jahresabschluss 2013 der EGN belasten das Konzernergebnis mit rund 40 Mio. Euro.

Die EGN konnte weitere wichtige Aufträge im Kommunalbereich und ebenso im Gewerbekundenbereich gewinnen. Hier ist die Auftragslage gut und damit eine hohe Auslastung der Aufbereitungs- und Sortieranlagen der EGN gewährleistet. Die Erfolge der EGN lasten die Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage der EGK weiterhin gut aus und sichern somit die Fernwärmeversorgung in Krefeld. Die Geschäftsentwicklung bei der EAG/EGK sowie GSAK verläuft stabil. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind er Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg Der SWK-Konzern ist nur so erfolgreich wie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnet die SWK einen signifikanten Zuwachs um 9,5 Prozent. Dieser starke Anstieg liegt an der erstmaligen Einbeziehung der lekker-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter an den Standorten Berlin und Heinsberg.

In 2013 bot die SWK in Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein zwei interessierten jungen Menschen ein Duales Studium zum Bachelor of Arts (Wirtschaftswissenschaften) inklusive Industriekaufmann/-frau bzw. Bachelor of Engineering (Elektrotechnik) inklusive Elektroniker für Betriebstechnik an. Die Auszubildenden studieren zwei Tage in der Woche an der Hochschule und wenden ihr erlerntes Wissen an den übrigen drei Tagen bei Einsätzen in den Abteilungen der SWK an. Die SWK strebt an, durch diese (Hochschul-)Ausbildung junge Talente frühzeitig an die SWK zu binden. Das gilt auch für den neuen Ausbildungsberuf KFZ-Mechatroniker, Fachrichtung Nutzfahrzeuge. Insgesamt gibt es zehn verschiedene Ausbildungsberufe, die interessierte junge Menschen im SWK-Konzern erlernen können.

m Herbst 2013 startete die SWK zusammen mit der Agentur für Arbeit Krefeld und dem Jobcenter ein neues Projekt für Arbeitslose und Arbeitssuchende. Zielgruppe waren Menschen - zumeist Frauen - die nach einer Familienphase mit einer Teilzeittätigkeit (wieder) ins Berufsleben einsteigen und sich bei der SWK zur Straßenbahnfahrerin ausbilden wollen. Die Ausbildung für insgesamt acht Wiedereinsteiger hat im Februar 2014 begonnen.

Blick nach vorn

Die SWK steht in einem Spannungsverhältnis verschiedener Interessen. Die Wettbewerbsverschärfung, die unsteten gesetzlichen Regulierungen und das fehlende Marktdesign bei den Kraftwerken erhöhen den Druck auf Ergebnis und Bilanz. Gleichzeitig muss die SWK die Dividendenerwartungen ihres Anteilseigners erfüllen. Um weiter wachsen und Risiken abdecken zu können, ist eine solide Finanz- und Liquiditätsausstattung notwendig.

Die SWK hat sich daher in 2013 aufgemacht und die Weichen gestellt, um die Ertragsstärke im Konzern nachhaltig zu sichern und das Strategieprojekt „SWK 2020“ aufgelegt. Es zielt auf die Markt-Positionierung in der Zukunft und konzentriert sich auf Effizienz, Konsolidierung und Differenzierung. Im Mittelpunkt steht eine neue Konzern-Vision: Wir überzeugen unsere Kunden und Partner als der Umsorger für Energie, Wasser, Entsorgung und Verkehr - nachhaltig und zukunftsorientiert. „Mit diesem Leistungs- und Serviceversprechen wollen wir uns von Mitbewerbern differenzieren. Da ein Versprechen in einem Dienstleistungsunternehmen nur so glaubhaft ist, wie die Menschen, die dahinter stehen, können wir alle nur gemeinsam diese Vision Wirklichkeit werden lassen – über alle Führungsebenen und Organisationseinheiten hinweg vom Auszubildenden bis zum Vorstand. Dies ist unsere feste Absicht und soll zur weiteren positiven Entwicklung der SWK entscheidend beitragen“, erläutert Carsten Liedtke.

Die SWK sieht es als erforderlich an, neue Geschäftsfelder zu besetzen, Synergien auch durch weitere Partnerschaften und Kooperationen zu realisieren und Kosten zu senken. Lösungen zu Problemen der Energiewende müssen schnell gefunden werden. Um künftige Ertragspotenziale zu sichern, ist eine Ausrichtung auf energienahe Dienstleistungen erforderlich. Außerdem soll das Netzgeschäft weiter ausgebaut werden. Im ÖPNV wird weiteres Wachstum in NRW angestrebt. „Außerdem müssen wir künftig wieder Geld in die Rücklagen fließen lassen. Eine Situation wie im abgelaufenen Geschäftsjahr kann nur eine Ausnahme sein“, betont Carsten Liedtke. Gewinne zukünftig wieder zu thesaurieren, schafft die notwendige Kapitalausstattung, um Belastungen zu kompensieren und Wachstum zu ermöglichen. 

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