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19. Juni 2017

SWK-Bilanz 2016: Jahresergebnis deutlich gesteigert

Alle Stadtwerke bzw. Energieversorgungsunternehmen in Deutschland sind einem intensiven Wandel ihres Umfelds ausgesetzt: Zunehmender Wettbewerb, Digitalisierung und andere rasante technologische Entwicklungen, Klimawandel, Ressourcenschutz, Energiewende und weiter wachsende Anforderungen an Nachhaltigkeit sowie sich ständig verändernde Gesetze, Verordnungen und technische Regeln stellen große permanente Herausforderungen dar.

„Die SWK hat sich in einem für Versorgungs-, Entsorgungs- und Verkehrsunternehmen weiterhin schwierigen Umfeld im Geschäftsjahr 2016 beachtlich geschlagen“, zeigt sich SWK-Vorstandssprecher Carsten Liedtke dennoch zufrieden. Dass hierbei der Umsatz um rund 63 Mio. Euro auf 1,058 Mrd. Euro zurückgegangen ist, kommt nicht überraschend. „Im Geschäftsfeld Energie und Wasser haben wir – von langer Hand geplant – den jahrelang übernommenen Stromhandel mit anderen Energieversorgungsunternehmen auf unsere Beteiligungsgesellschaft Quantum übertragen, wodurch sich mehr als die Hälfte des Rückgangs erklärt. Gleichwohl konnten wir nicht verhindern, dass auch der Stromverkauf an Endverbraucher leicht rückläufig ist“, erklärt Carsten Liedtke.

Konzernergebnis steigt um 76% auf 24,6 Mio. Euro

„Das Konzernergebnis liegt erfreulicherweise deutlich über unseren Erwartungen. Die Zunahme von 76 Prozent auf 24,6 Mio. Euro ist vor allem auf eine Verbesserung der Roherträge im Energie- und Entsorgungsbereich und damit vor allem auf die Geschäftsentwicklung der SWK Energie, der lekker Energie und der EGN zurückzuführen“, sagt SWK-Vorstand Kerstin Abraham. Auch der Jahresüberschuss der Konzernmuttergesellschaft SWK AG konnte in 2016 deutlich um 39 Prozent auf knapp 19 Mio. Euro gesteigert werden.

Wie in den vergangenen Jahren leistet die SWK AG auch für das abgelaufene Geschäftsjahr wieder einen erheblichen Beitrag für den Haushalt der Stadt Krefeld. Das Ergebnis für die Stadt Krefeld ergibt sich aus der Netto-Dividende in Höhe von 6,4 Mio. Euro und der Konzessionsabgabe in Höhe von 15 Mio. Euro. Mithin beläuft sich der Zufluss an die Stadt Krefeld aus dem Geschäftsjahr 2016 auf 21,4 Mio. Euro und liegt damit auf Vorjahresniveau. Weitere 9 Mio. Euro aus dem Jahresergebnis werden auf neue Rechnung vorgetragen und 2,5 Mio. Euro in die Rücklagen eingestellt.

Der SWK-Konzern hat mit 40,4 Mio. Euro wiederholt Sachinvestitionen auf hohem Niveau getätigt und damit vor allem die kommunale Infrastruktur gestärkt und auch lokale Beschäftigung gesichert.

Mit 80,7 Mio. Euro als Summe aus Dividende, Konzessionsabgabe, Gewerbesteuern, der Verlustübernahme für den ÖPNV, regionaler Auftragsvergabe sowie Sponsoring- und Spendenaktionen erreicht das Engagement des SWK-Konzerns für unsere Region einen um 8,8 Mio. Euro verbesserten Wert. „Wir dokumentieren damit, dass erfolgreiches Wirtschaften und eine breite öffentliche Teilhabe an unserem Erfolg sich in einem kommunalen Unternehmen in diesen Zeiten nicht ausschließen müssen“, kommentiert Carsten Liedtke.

Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern

a) Geschäftsfeld Energie und Wasser

Die bisher organisatorisch getrennten Geschäftsfelder Energie und Wasser hat die SWK in 2016 in ein gemeinsames Geschäftsfeld zusammengeführt. Hier sind sämtliche Strom-, Gas-, Fernwärme- und Wasseraktivitäten angesiedelt.

Gründung der NGN NETGESELLSCHAFT NIEDERRHEIN MBH

Die Unterhaltung sämtlicher Versorgungsnetze liegt seit September 2016 in den Händen der NGN NETZGESELLSCHAFT NIEDERRHEIN MBH. In dieser Gesellschaft sind die bisherigen Aktivitäten der SWK SETEC GmbH, der SWK AQUA GmbH und der SWK NETZE GmbH gebündelt und damit die Konzernorganisation gestrafft worden.

Die lekker Energie GmbH hat die gute Entwicklung der beiden Vorjahre fortgeschrieben und zum dritten Mal in Folge ein mit 6,8 Mio. Euro nach Steuern deutlich über den Erwartungen liegendes Ergebnis erzielt. Zum Erfolg trugen die weitere Automatisierung und Digitalisierung der Prozesse im Kundenmanagement, Vertrieb und im kaufmännischen Bereich sowie zahlreiche Bestandskundenmaßnahmen bei. Mit nunmehr 304.000 Kunden hat lekker Energie darüber hinaus den größten Kundenbestand seit Zugehörigkeit zum SWK-Konzern erreicht. Seit 2016 ist lekker Energie mit dem Vertrieb von Strom und Gas bundesweit tätig. Neben diversen anderen Anerkennungen belegen die Auszeichnungen TOP SERVICE Deutschland und „Höchste Weiterempfehlung“ von FOCUS-MONEY, dass lekker Energie dem Ziel, Deutschlands kundenorientiertester und nachhaltig erfolgreicher Energieanbieter zu werden, wieder ein Stück näher gekommen ist.

Projekt KWK-Modellkommune schreitet erfolgreich voran

2014 war Krefeld als ein Sieger aus dem Wettbewerb „KWK-Modellkommunen NRW“ des Landesumweltministeriums hervorgegangen. Nach Abschluss der Planungs- und Installationsarbeiten erzeugen seit November 2016 die ersten beiden hochmodernen und effizienten Mini-BHKWs mit „intelligenter“ Technik im Stadtbad Fischeln und in einem 48-Parteien-Wohnhaus der Wohnstätte Krefeld im Stadtteil Königshof Strom und Wärme.

Infolge der Nutzung des selbst erzeugten Stroms durch die Mieter („Mieterstrom“) ist der Strompreis für sie deutlich günstiger als aus dem öffentlichen Netz, weil dabei keine Kosten für den Transport des Stroms sowie fast keine Steuern und Umlagen anfallen. „Mit den 22 kW elektrischer Leistung im Mehrfamilienhaus und den 50 kW im Schwimmbad wird umgerechnet bei circa 140 Haushalten der Strom aus konventionellen Kohle- und Gaskraftwerken durch hocheffizienten KWK-Strom verdrängt. So lassen sich gut ein Drittel Primärenergie und bis zu 60 % CO2-Emissionen einsparen. Im direkten Vergleich wird die Brennstoffausnutzung von etwa 40 bis 50 Prozent bei konventionellen Kraftwerken auf gut 90 Prozent in den KWK-Anlagen gesteigert“, erläutert Carsten Liedtke. 2017 werden im Rahmen des Forschungsprojekts „KWK-Modellkommune“ zwei weitere Gebäude in Krefeld mit der neuen Mini-BHKW-Technologie der SWK ausgestattet. Außerdem untersuchen die Wissenschaftler der Hochschule Niederrhein die Übertragbarkeit der in Krefeld gewonnenen Kenntnisse auf elf weitere Kommunen in NRW.

In 2016 startete die SWK eine Feldstudie zum Thema Batteriespeicher. Drei Privathaushalten, die über eine Photovoltaikanlage verfügen, wurden solche Batteriespeicher von verschiedenen Herstellern eingebaut. Das Ziel: Energie zu speichern, die zu bestimmten Zeiten nicht benötigt wird, um sie dann zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen. Im Idealfall könnte der Eigenverbrauch des selbst produzierten Stroms der Kunden nahezu verdoppelt werden.

In der Wasserproduktion ist die 2016 begonnene Modernisierung der Wassergewinnungsanlage Uerdingen/Bruchweg ein wichtiges Projekt zur Sicherstellung einer effizienten Wasserversorgung für den Krefelder Osten. Es ist auf eine Laufzeit von zwei Jahren ausgelegt und beinhaltet die Erneuerung der Transformatoranlage, die Modernisierung der Mess-, Steuer- und Regeltechnik, die Umrüstung der Brunnenpumpen, den Umbau der Brunnenschächte sowie den Abriss des ehemaligen Wasserwerkgebäudes. Im Berichtsjahr wurde zunächst eine neue Trafostation aufgestellt und in Betrieb genommen. Des Weiteren wurden zwei unterirdische Brunnenstuben abgerissen und durch oberirdische ersetzt. 2017 werden die neue Mess-, Steuer und Regeltechnik installiert sowie die restlichen sechs Brunnen umgebaut und das bisherige Wasserwerkgebäude entfernt.

b) Geschäftsfeld Verkehr

„Nachdem die Anzahl unserer Fahrgäste in den Vorjahren bedingt durch abnehmende Schülerzahlen und den lange andauernden und mit Ersatzhaltestellen verbundenen Ostwall-Umbau rückläufig war, hat sie sich 2016 stabilisiert“, erklärt Carsten Liedtke. In 2016 beförderte die SWK MOBIL 39,2 Mio. Fahrgäste durch Krefeld und die Region (Vorjahr 39,1 Mio.).

Digitalisierung auf dem Vormarsch

Ein großes Thema in 2016 war auch für die SWK MOBIL die Digitalisierung. Ganz vorne mit dabei ist die SWK hier im Rahmen eines NRW-weiten Pilotprojektes für Studierende: Seit Beginn des Wintersemesters 2016/17 können diese ihr Semesterticket für den ÖPNV über eine App auf ihr Smartphone herunterladen. Das Ticket ist elektronisch prüfbar und bietet damit eine hohe Fälschungssicherheit. Es wurde in einer Kooperation von Hochschule Niederrhein, VRR, SWK MOBIL, der NEW aus Mönchengladbach und dem Kompetenzcenter Elektronisches Fahrgeldmanagement NRW entwickelt.

Das Smartphone stand 2016 auch im Mittelpunkt zahlreicher weiterer Innovationen: So wurden verschiedene Smartphone-Anwendungen in Betrieb genommen, die die Nutzung öffentlicher Nahverkehrsmittel spürbar erleichtern und dadurch noch attraktiver machen. Im März startete der neue über den weitverbreiteten Instant-Messaging-Dienst „WhatsApp“ zugängliche Service „SWK Live“. Über ihn kann die SWK als eines der ersten Nahverkehrsunternehmen in Deutschland topaktuell auch kurzfristige Verspätungen und plötzlich auftretende Störungen für die vom Kunden für sich definierten Linien mitteilen. Inzwischen wird „SWK Live“ auch über andere Messenger-Dienste angeboten.

Ratzfatz zum Ticket

Seit Oktober 2016 gelangen Krefelder Fahrgäste kinderleicht und „ratzfatz“ zum richtigen Ticket für eine Fahrt im Stadtgebiet. Alles, was man braucht, ist auch hier ein Smartphone. An den Haltestellen im Stadtgebiet befinden sich QR-Codes, über die Kunden mit nur zwei Klicks ein EinzelTicket der Preisstufe A erhalten. Der Fahrpreis wird mit der nächsten Mobilfunk-Rechnung abgebucht oder bei Prepaid-Karten vom Guthaben abgezogen. Hierfür müssen sich die Kunden weder registrieren noch eine App herunterladen. Dieses mit einem Technologiepartner entwickelte Verfahren ist einmalig in ganz Deutschland.

Neues Design, einfache Bedienung und neue Funktionen: Die überarbeitete App „SWK Bus und Bahn“ wird seit Anfang 2017 zum persönlichen digitalen Reisebegleiter der Fahrgäste. Mit der neuen App verbessert die SWK parallel mit anderen Verkehrsunternehmen im VRR ihren Service für Nahverkehrskunden. Die neue App bietet neben der bewährten Fahrplanauskunft und dem erleichterten digitalen Ticketkauf weitere kundenfreundliche Services. Praktisch ist vor allem die neue Pendlerfunktion. Diese legt eine oder mehrere favorisierte Verbindungen fest. In den Pendeleinstellungen können die gewünschten Wochentage, der gewünschte Ankunftszeitraum, der Rückfahrtzeitraum und die bevorzugten Linien festgelegt werden.

Bereits seit Ende 2013 ist die SWK lokaler Partner von stadtmobil, Deutschlands Marktführer für CarSharing. An verschiedenen Standorten im Stadtgebiet wurden seitdem Standplätze für die stadtmobil-Flotte eingerichtet. Im Geschäftsjahr 2016 kamen zwei neue Standorte dazu: bei der IHK und am Kaiser-Wilhelm-Museum. Damit verfügt Krefeld nun über acht CarSharing-Standorte mit 17 Fahrzeugen. Rund 300 Kunden nutzen mittlerweile das Angebot, Tendenz steigend. An allen Standorten hat man die Wahl, sich ein Elektrofahrzeug oder ein Auto mit herkömmlichem Verbrennungsmotor zu mieten.

c) Geschäftsfeld Entsorgung

Zum Geschäftsfeld Entsorgung gehören im Wesentlichen drei operative Konzerngesellschaften: Die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH fungiert als Full-Service-Anbieterin im Bereich Entsorgung und Recycling. Die EGK Entsorgungsgesellschaft Krefeld GmbH & Co. KG betreibt die Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage (MKVA) und das Klärwerk an der Parkstraße, und die GSAK Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft Krefeld mbH & Co. KG führt die Abfallsammlung, Straßenreinigung und den Winterdienst in Krefeld durch.

Gewinn der Ausschreibung im Rhein-Kreis Neuss

Ende 2016 lief der Entsorgungsvertrag zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und der EGN aus. „Die Ausschreibungen des Kreises wurden trotz starken Wettbewerbs fast vollumfänglich gewonnen. Bis 2020 übernimmt die EGN weiter die Behandlung, Sortierung und Verwertung des Sperrmülls, Hausmülls und weiterer Abfälle“, sagt Kerstin Abraham. Neben der Abfallbehandlung und Abfallverwertung bleibt der Betrieb der Kleinanlieferstellen (Wertstoffhöfe) Neuss und Grevenbroich sowie die Entsorgung bzw. Verwertung der dort anfallenden Restabfälle und Schadstoffe Aufgabe der EGN. Zusätzlich umfasst der Auftrag den Einsatz der Schadstoffmobile.

Zu weiteren wichtigen Akquisitionserfolgen im Berichtsjahr zählen die Aufträge zur Sortierung von Leichtstoffen am Anlagenstandort Krefeld und die Altpapierverwertung in Mönchengladbach. Beide Verträge haben eine Laufzeit von drei Jahren mit Verlängerungsoption. Die Städtereinigung Gerke GmbH – eine Tochtergesellschaft der EGN - übernimmt seit Jahrzehnten als regionaler Partner die kommunale Entsorgung in Tönisvorst und Willich sowie in weiteren Kommunen am Niederrhein. Für die Heimatgemeinde Tönisvorst gewann Gerke in 2016 den Kommunalauftrag bis 2020. Er umfasst die Leerung der grauen, braunen und grünen Tonnen, die Abholung von Sperrmüll, Grünschnitt und Elektroaltgeräten sowie den Einsatz des Schadstoffmobils.

Bei der EGK bildete nach der Modernisierung der Rauchgasreinigung in den Jahren 2013 bis 2015 die Hochrüstung der Leittechnik im Berichtszeitraum den Schwerpunkt der Aktivitäten zur Sicherstellung der technischen Zukunftsfähigkeit der Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage in Elfrath. Trotz einer damit verbundenen knapp zweiwöchigen Unterbrechung lag die Anlagenverfügbarkeit deutlich über den Vorjahren. „Dies führte mit einer Verbrennungsmenge von 382.525 Tonnen und einer ausgespeisten Strommenge von 103.866 Megawattstunden zu neuen Rekordwerten“, freut sich Kerstin Abraham. Auch die Fernwärmelieferungen konnten um 2,8 Prozent auf 196.292 MWh gesteigert werden.

Geplante Kooperation mit Currenta

Der Chempark-Betreiber Currenta, die SWK und die EGK gaben zudem im Sommer 2016 bekannt, eine Dampflieferung für bis zu 240.000 Tonnen pro Jahr über eine zu errichtende zwei Kilometer lange Transportleitung aus der MKVA in den Chempark Krefeld-Uerdingen zu prüfen. Diese könnte dort wirtschaftlich und ressourcenschonend die eigene Erzeugung von Dampf für die industriellen Produktionsprozesse ergänzen. Die Pläne werden momentan auch unter Einbeziehung der Anlieger weiter vorangetrieben.

Für die Zeitspanne 2017 bis einschließlich 2019 hatte die Duales System Deutschland GmbH die Erfassung der in Krefeld jährlich anfallenden 4.000 Tonnen Leichtverpackungen neu ausgeschrieben. Die GSAK erhielt den Zuschlag und ist damit für die Leerung von 40.000 gelben Tonnen und die Einsammlung gelber Säcke verantwortlich. Dafür wurden vier weitere Fahrzeuge angeschafft und zehn Mitarbeiter zusätzlich eingestellt.

Krefeld ist sauberer als der Durchschnitt

Seit Anfang 2015 wird die Stadtsauberkeit in Krefeld über eine spezielle Software in einer Datenbank systematisch erfasst. Das GSAK-Qualitätssicherungs-Team erhob mit Hilfe elektronischer Handgeräte an über 36.000 Stellen mehr als 290.000 Daten über den Zustand von Fahrbahnen, Parkbuchten, Geh- und Radwegen, Fußgängerzonen und Plätzen. „Durch die gewonnenen Daten werden Reinigungsintervalle und -routen effizienter geplant. Das Resultat: Krefeld liegt insgesamt im Vergleich zu anderen Großstädten leicht über dem Sauberkeits-Durchschnitt“, erklärt Kerstin Abraham.

Ebenfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die GSAK ihren speziellen Dienst für die Wohnungswirtschaft weiter ausgebaut: Unter dem Namen „Standort Service Plus“ bietet sie Leistungspakete an, die individuell auf die Bedürfnisse der Wohnungswirtschaft zusammengestellt werden können. Dazu gehören unter anderem komplette Haushaltsauflösungen und Reinigungen von Grundstücken, die Abholung von Sperrmüll direkt aus Wohnung, Haus oder Garage, die Pflege von Spielplätzen oder die Beratung für optimierte, kostengünstige Entsorgungslösungen.

Aufbruch in eine neue Arbeitswelt - SWK ist ein attraktiver Arbeitgeber

2.577 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind Stand 31.12.2016 im SWK-Konzern beschäftigt. Das sind sechs mehr als im Jahr zuvor. Zusätzlich sammeln 61 Auszubildende bei der SWK ihre ersten Berufserfahrungen.

„Ausbildung bleibt im SWK-Konzern ein sehr wichtiger Baustein bei der Nachwuchssicherung. Daher werden wir in 2017 zwei neue Ausbildungsberufe im SWK-Konzern anbieten“, sagt Kerstin Abraham. Künftig gibt es bei der GSAK in Kooperation mit der Stadt Krefeld die Möglichkeit, sich zum Straßenwärter/Straßenwärterin ausbilden zu lassen. In der SWK Holding wird die Ausbildung zum IT-Systemelektroniker neu angeboten.

Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen haben ergeben, dass die Beschäftigten im SWK-Konzern nicht nur wissen möchten, was das Unternehmen bewegt, sondern auch überzeugt sind, dass man mehr voneinander lernen kann, wenn der Austausch besser gestaltet wird. Dazu wurde in 2016 ein neues, konzernweites Social Intranet mit dem Namen „kosmos“ als wesentliches Hilfsmittel eingeführt – eine umfassende Kommunikations- und Arbeitsplattform auf Basis von MS-Sharepoint. Sie sorgt für einfache Übermittlung von Informationen, digitalisiert Prozesse, wie z.B. Urlaubsanträge und Zeitwirtschaft und vereinfacht die Zusammenarbeit über alle Standorte und Organisationseinheiten hinweg.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

„Ein weiterer wesentlicher Eckpfeiler unserer Personalpolitik, mit dem wir unsere Arbeitgeberattraktivität stärken, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, betont Kerstin Abraham. Dies kommt zum Beispiel in einem Eltern-Kind-Büro zum Ausdruck, das bereits seit Herbst 2014 am Hauptstandort an der St. Töniser Straße in Krefeld angeboten und rege genutzt wird.

Weiterhin ist die SWK 2016 dem Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ beigetreten, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, zahlreichen Institutionen der deutschen Wirtschaft und über 6.400 Mitgliedern getragen wird. Mit dem bundesweiten Unternehmenswettbewerb „Erfolgsfaktor Familie“ zeichnet das Bundesfamilienministerium einmal pro Legislaturperiode die familienfreundlichsten Arbeitgeber Deutschlands aus. 2016 haben sich mehr als 400 Unternehmen beteiligt. Auch die SWK nahm erstmalig daran teil. „Ein wesentlicher Vorteil von Mitgliedschaft und Wettbewerb ist der Erfahrungsaustausch, der uns Anstöße für die weitere Ausgestaltung unserer familienorientierten Personalpolitik gibt“, erklärt Kerstin Abraham.

Engagement für die Bürgerinnen und Bürger: „Wir für Krefeld“

Die SWK ist in Krefeld Zuhause und engagiert sich gern in ihrer Heimatstadt. Mit dem Motto „Wir für Krefeld“ macht die SWK dieses Engagement nach außen deutlich und transparent. Auf der eigens eingerichteten Internetseite www.swk.de/wirfuerkrefeld finden sich zahlreiche Veranstaltungen, Termine und Ereignisse, an denen die SWK direkt oder indirekt beteiligt ist - für ein attraktives Krefeld und eine nachhaltige Entwicklung der Stadt.

Blick in die Zukunft

Für 2017 erwartet die SWK ein ebenfalls gutes Ergebnis, auf leicht niedrigerem Niveau. „Wir sehen weiterhin Chancen im Ausbau von Contracting und Energiedienstleistungen. Hier steht das Wärmecontracting in der Wohnungswirtschaft, zum Beispiel in Form von Fernwärmeanschlüssen oder Gasbrennwertthermen, im Vordergrund. Zusätzliches Potenzial sehen wir im Kleinanlagen-Contracting. Bei der Stromerzeugung richten wir den Fokus aufgrund der derzeit schwierigen Rahmenbedingungen auf dezentrale, flexible Anlagen im Bereich KWK und erneuerbarer Energien. Je weiter der Ausstieg aus der Atomkraft voranschreitet, desto größer wird der Bedarf an lokaler Erzeugungsleistung“, ist Carsten Liedtke überzeugt. Die NGN wird in 2017 und in den Folgejahren die gesetzlichen Vorgaben umsetzen und digitale Messeinrichtungen bei den Stromkunden einbauen.

Die SWK MOBIL wird in 2017 und den Folgejahren geprägt sein vom demografischen Wandel und den damit einhergehenden wechselnden Kundenbedürfnissen. Es schätzen mehr und mehr Kunden die Flexibilität verschiedener Ticketsegmente, vor allem auch beim „MeinTicket“ (SozialTicket). „Hier entscheiden die Fahrgäste von Monat zu Monat neu, ob der Kauf einer Monatswertmarke sinnvoll ist“, erklärt Carsten Liedtke.

„Im Geschäftsfeld Entsorgung erwarten wir für die EGN aufgrund der Preisentwicklung für 2017 ein weiterhin positives Ergebnis. Hierzu wird auch die neue Vereinbarung mit der MVA Weisweiler beitragen“, erklärt Kerstin Abraham. Das Kerngeschäft der GSAK sollte sich insbesondere wegen langfristiger Vertragsvereinbarungen als stabil erweisen. Die Entscheidung über die Fortsetzung des bestehenden Vertrags mit der Stadt Krefeld über 2018 hinaus hat für die EGK eine wesentliche Basis geschaffen. „Durch die Ausgestaltung der MKVA als Kraft-Wärme-Kopplungsanlage und die Anbindung an das SWK-Fernwärmenetz bildet die Anlage auch zukünftig einen wesentlichen Baustein zur lokalen Energieversorgung – mit einem hohen Gesamtwirkungsgrad und unter Einsatz von regenerativen Energieträgern. Damit leistet die Anlage einen Beitrag zur Energiewende, deren Bedeutung in Zukunft eher zu- als abnehmen wird“, sagt Kerstin Abraham.

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