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01. January 1970

Strompreis-Kosten: SWK macht Inkasso für den Staat

Der Anteil der durch die Energieversorger beeinflussbaren Strompreis-Kosten sinkt 2013 weiter. Die SWK kann ihre eigenen Kosten stabil halten - doch Steuern, Abgaben und Umlagen steigen erheblich und belasten somit die Kunden.
Die Betreiber der deutschen Übertragungsnetze haben bekannt gegeben, dass sich die Erneuerbare-Energien-Umlage (EEG-Umlage) zum 1. Januar 2013 von rund 3,6 Cent auf knapp 5,3 Cent netto pro Kilowattstunde erhöht. Alle Stromanbieter in Deutschland müssen die EEG-Umlage beim Kunden einfordern und an die Betreiber der Verteilnetze weitergeben. Die Übertragungsnetzbetreiber (in Krefeld die Amprion GmbH) bezahlen mit diesem Geld den Strom, der aus erneuerbaren Energiequellen, wie z.B. Windkraft oder Photovoltaik erzeugt und ins Netz eingespeist wird.

Auch die so genannten Netznutzungsentgelte steigen ab 1. Januar 2013 – vorläufig festgelegt ist ein Anstieg um neun Prozent im Vergleich zum laufenden Jahr. Netznutzungsentgelte sind Entgelte, welche die Stromnetzbetreiber von den Energieversorgungsunternehmen - in Krefeld also von der SWK - für die Nutzung ihrer Netze zur Durchleitung der Elektrizität erheben. Ähnlich einer Mautgebühr auf Autobahnen, die zur Nutzung der Autobahn fällig wird. Je nach Netzbetreiber fallen diese Gebühren unterschiedlich hoch aus. Die Bundesnetzagentur prüft und genehmigt diese Entgelte.

Seitens der Bundesregierung ist zudem noch eine zusätzliche Umlage für die Netzanbindung der Off-Shore-Windparks in Höhe von 0,25 Cent je Kilowattstunde ab 2013 geplant, um das Betriebs- und Investitionsrisiko von Windparks zu mindern.

Daneben werden noch weitere Abgaben und Umlagen angehoben, wie zum Beispiel die KWK-Umlage, die um das 63-fache von 0,002 Cent auf 0,126 Cent je Kilowattstunde steigen wird. Schließlich steigt die Umlage für von der Zahlung von Netznutzungsentgelten befreiten Unternehmen von 0,151 Cent je Kilowattstunde auf 0,329 Cent.

Für die SWK STADTWERKE KREFELD bedeutet dies, dass sie ab Januar 2013 an einer Strompreiserhöhung nicht vorbeikommt. "Nachdem wir im vergangenen Jahr die höheren gesetzlichen Abgaben noch auffangen konnten und für unsere SWK KLASSIK Kunden keine höheren Strompreise erheben mussten, sind die Erhöhung der EEG- und KWK-Umlage, der Netznutzungsentgelte, die neue Umlage für Off-Shore-Windparks und weiterer Abgaben und Umlagen zum neuen Jahr jedoch so erheblich, dass wir preislich nachsteuern müssen", erklärt Carsten Liedtke, Sprecher des SWK-Vorstands. Seine Vorstandskollegin Kerstin Abraham ergänzt: "Dort, wo wir können, halten wir die Preise und erhöhen nicht - zum Beispiel beim Gas. Wir halten die Gaspreise für unsere Krefelder Kunden stabil und geben SWK KLASSIK-Kunden eine zweijährige Gaspreisgarantie."

Mittlerweile besteht der Strompreis zu 70 Prozent aus Steuern, staatlichen Abgaben und den regulierten Netznutzungsentgelten. "Das sind Kosten, auf die wir als SWK keinerlei Einfluss haben, sondern die uns gesetzlich vorgegeben werden", betont Carsten Liedtke.

Konkret heißt das:
  • die EEG-Umlage als Ausgleich zwischen dem Strompreis aus konventionellen und aus erneuerbaren Energiequellen
  • die KWK-Umlage zur Förderung der Stromerzeugung aus Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung
  • die Umlage nach §19 Abs. 2 StromNEV (Stromnetzentgeltverordnung) zum Ausgleich für die Netzentgeltbefreiung der stromintensiven Betriebe
  • die Stromsteuer (Ökosteuer) zur Förderung klimapolitischer Ziele sowie zur Absenkung und Stabilisierung des Rentenbeitragssatzes
  • die Konzessionsabgabe als Entgelt für die Einräumung von Wegerechten in den Kommunen
  • die Offshore-Umlage zur Beschleunigung des Ausbaus von Offshore-Windenergie
  • die Mehrwertsteuer auf die Stromlieferung und auf bestimmte Umlagen und Abgaben - auch auf die EEG-Umlage
Das bedeutet, dass Steuern und Abgaben 50 Prozent und die Netznutzungsentgelte weitere 20 Prozent des Strompreises ausmachen. Somit werden nur noch 30 Prozent des Strompreises durch die eigentliche Erzeugung und den Vertrieb bestimmt.

Für die Krefelder Stromkunden bedeutet dies, dass sich der Verbrauchspreis beim Strom um ca. 3,13 Cent brutto je Kilowattstunde erhöhen wird. Zusätzlich steigt der Grundpreis durch die erhöhten Netznutzungsentgelte um 4,47 Euro brutto im Jahr. "Wir bewegen uns damit in einer Größenordnung, die für eine dreiköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden knapp 9,50 Euro Mehrkosten pro Monat bedeutet", prognostiziert Carsten Liedtke.

Michael Veit, Bereichsleiter Marketing und Vertrieb der SWK für Privat- und Gewerbekunden betont: "Wir werden auch in Zukunft attraktive Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. So bieten wir unseren SWK KLASSIK-Kunden schon seit Langem 100-prozentigen Naturstrom ohne Aufpreis."

Darüber hinaus umfasst das Angebot für SWK KLASSIK-Kunden:
  • die kostenlose SWK-Card mit zahlreichen Vergünstigungen
  • Zugriff mit der SWK-Card auf den Energiesparshop von www.citypower.de mit zahlreichen Rabatten auf Energiespargeräte
  • die Energiesparbroschüre "Spartipps für Zuhause", die in den SWK ServiceCentern kostenlos erhältlich ist
Für alle Krefelder SWK-Stromkunden ist außerdem in Zusammenarbeit mit der Firma www.notebooksbilliger.de ein exklusives Angebot für Notebooks, Geräte aus der Unterhaltungselektronik und Haushaltswaren entwickelt worden. Hierbei erhalten SWK-Kunden bei der Bestellung von energieeffizienten Haushaltswaren und Elektrogeräten exklusiv und kostenlos ein Energiekostenmessgerät. Dieses Angebot endet am 15. Dezember 2012.

"Wir stehen voll und ganz hinter dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Jedoch würden wir uns bei der Förderung der erneuerbaren Energien mehr Augenmaß und langfristig verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionsentscheidungen von der Politik wünschen", sagt Kerstin Abraham.

"Die SWK fungiert inzwischen quasi als eine Art Inkasso-Unternehmen für den Gesetzgeber, indem wir die festgelegten Abgaben beim Kunden auf unser Risiko einfordern müssen", erläutert Carsten Liedtke. "Dass die Energiewende teuer werden würde, haben wir als SWK von Anfang an gesagt. Leider hatte man seitens des Gesetzgebers und der Regierung nicht den Mut, den Bürgerinnen und Bürgern dies in dieser Deutlichkeit zu sagen. Energie muss aber für die Menschen bezahlbar bleiben. Die Marktintegration der erneuerbaren Energien muss dringend in Angriff genommen werden. Mit heißer Nadel gestrickte regulatorische Eingriffe in den deutschen Energiemarkt bringen uns nicht weiter", sagt Carsten Liedtke.

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