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01. January 1970

Mieter können in Krefeld erstmals direkt an der Energiewende teilhaben: SWK startet Mieterstrom-Tarif

Normalerweise sind Mieter nicht direkt in die Energiewende eingebunden. Sie haben keine eigenen Dächer auf die sie Solaranlagen schrauben oder keine Äcker, auf die sie Windkraftwerke stellen können. Nun wird in Krefeld im Rahmen des Forschungsprojektes KWK-Modellkommune erstmals speziell ein Mieterstrom-Tarif angeboten. Mit dem Einbau eines hochmodernen Mini-Blockheizkraftwerkes in ein Krefelder Mehrfamilienhaus erzeugt die SWK zukünftig direkt vor Ort Elektrizität und Heizwärme. Mit dieser Modernisierung wird die eingesetzte Energie zukünftig doppelt genutzt: Es wird Strom genau dort produziert, wo die Mieter ihn benötigen – und die dabei entstehende Wärme bringt gleichzeitig die Wohnungen auf die richtige Temperatur. Mit dem Einsatz dieser hocheffizienten Technik kann bis zu 36% Primärenergie und bis zu 60% an CO2 gegenüber herkömmlicher Energieerzeugung eingespart werden.
Die Vorbereitungen auf dieses erste Praxisprojekt laufen auf Hochtouren. Die Mieter der betroffenen Häuser in der Vulkanstraße 1-3 / Kölner Straße 319-321 haben zukünftig die Möglichkeit, den günstigen KWK-Strom, der direkt in ihrem Haus produziert wird, zu beziehen. Dazu hat die SWK ein neues Stromprodukt entwickelt. Die verminderten Steuern und Abgaben, die bei Stromerzeugung durch Kraftwärmekopplung entstehen, gibt die SWK in weiten Teilen an ihre Kunden weiter. Für einen Haushalt, der bereits „mein SWK Klassik Strom“ mit einem Verbrauch von 3000 KWh bezieht, bedeutet dies eine Ersparnis von fast 100 € im Jahr (bei 60% KWK-Produktion). Mieter die noch in der Grundversorgung Strom sind haben noch größere Ersparnisse. Weitere Objekte sollen in 2017 im Rahmen des Modellprojektes dazukommen.

Zur Erinnerung:
Mit dem Projektaufruf „KWK-Modellkommune“ wurden Ende 2012 die Kommunen in NRW durch das Landesumweltministerium aufgefordert, innovative Vorschläge für Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung der Nutzung der Kraft- Wärme-Kopplung (KWK) einzureichen. Auch Krefeld bewarb sich in einem Konsortium aus Stadt, SWK und Hochschule Niederrhein. Am Ende konnte man sich durchsetzen und erhielt als erste Kommune den Zuwendungsbescheid im Juli 2015, in Höhe von rund 2,5 Mio. Euro aus dem Fördergeld-Topf.

Ziel des Wettbewerbes ist es, die KWK in NRW weiter zu fördern. Unter KWK versteht man die gleichzeitige Umwandlung von Brennstoff in elektrische und thermische Energie – also Strom und Wärme – in einer ortsfesten Anlage. In Krefeld werden hierfür Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW) genutzt. Solche BHKW arbeiten nach dem Prinzip der KWK, indem sie aus einem Primärenergieträger wie Erdgas gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Bei der Umwandlung eines Primärenergieträgers in Strom entsteht grundsätzlich gleichzeitig Wärme, die in vielen Fällen aber ungenutzt bleibt. Dies ist ähnlich wie bei einem Motor in einem Auto. Hier wird die eingesetzte Energie – das Benzin – in Bewegungsenergie umgewandelt. Die dabei entstehende Wärme geht jedoch immer verloren. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert KWK. Wesentlicher Unterschied bei dem Krefelder Modellprojekt: Die eingesetzte Energie (Gas) wird primär zur Stromerzeugung genutzt und die dabei entstehende Wärme zusätzlich noch zum Heizen. Klassische KWK-Anlagen funktionieren genau anders herum.

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