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10. Februar 2014

Mehr Präsenz vor Ort: SWK eröffnet Betriebsstätte in Straelen

Seit dem 1. Januar 2014 betreibt die SWK NETZE GmbH, eine Tochtergesellschaft der SWK STADTWERKE KREFELD AG, auch das Stromnetz in Straelen im Kreis Kleve. Vor Ort hat die SWK an der von-Siemens-Straße eine eigene Betriebsstätte errichtet, die jetzt offiziell in Betrieb genommen wurde.

„Wir haben uns entschlossen, hier vor Ort eine Betriebsstätte zu errichten, um mit kurzen Wegen schneller reagieren zu können, wenn es zu Störungen im Elektrizitätsnetz in Straelen oder auch Wachtendonk kommen sollte“, sagt Dr. Frank Burau, Geschäftsführer der SWK NETZE GmbH. Sein Geschäftsführerkollege Uwe Linder ergänzt: „Außerdem ist es gut, vor Ort auch Präsenz zu zeigen. Wir wollen unsere Nähe zur Stadt Straelen nutzen. Im Dialog lässt sich vieles besser planen.“

Auch wenn die SWK das Netz offiziell erst seit wenigen Wochen betreibt – die Einigung mit der Stadt Straelen liegt schon länger zurück - konnte man sich in Krefeld bereits ausgiebig mit der neuen Aufgabe beschäftigen. „Im Vorgriff auf unseren Netzbetrieb sind wir in den vergangenen Monaten nicht untätig gewesen und haben uns bereits intensiv mit der Netzstruktur beschäftigt. Wir sind gut vorbereitet. Es hilft uns, dass wir bereits seit mehr als drei Jahren auch das Elektrizitätsnetz im benachbarten Wachtendonk betreiben. Erfahrungen, die wir dort sammeln konnten, können wir nun in Straelen direkt umsetzen“, sagt Carsten Liedtke, SWK-Vorstandssprecher.

Schritt nach vorne für Straelen

„Für die Stadt Straelen ist dies ein weiterer Schritt nach vorne und obendrein von besonderer Bedeutung. Der Stadtrat hatte sich bereits in seiner Sitzung am 31. Mai 2011, nach einem transparenten Konzessionsverfahren, einstimmig für die SWK NETZE GmbH als künftigen Netzbetreiber entschieden. Wir sind froh, jetzt der regionalen Energieversorgung einen angemessenen Stellenwert einräumen zu können. Angesichts der Dynamik des Energiemarktes sehen wir uns und unseren Partner in der Pflicht, alle sich bietenden kommunalen Möglichkeiten auf dem Energiesektor optimal für Straelen zu nutzen. Ich freue mich sehr über das Engagement von SWK Netze für umweltschonende Technologien und bewusste und nachhaltige Energieerzeugung“, kommentiert Straelens allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, Hans-Josef Linßen, die offizielle Inbetriebnahme der Straelener SWK-Betriebsstätte.

Was hat der neue Betreiber vor? „Wo erforderlich werden wir in die Infrastruktur des Elektrizitätsnetzes investieren. Neue Leitungen werden, wenn möglich, verkabelt, also in die Erde verlegt. Wir untersuchen derzeit jeden einzelnen Abschnitt – sowohl vom Alter als auch vom Zustand her“, verspricht Uwe Linder. Konkret bedeutet das, dass beispielsweise die sich altersbedingt in einem schlechten Zustand befindlichen Mast-Stationen durch neue, moderne Kleinstationen ersetzt werden. Rund 130 Kilometer Freileitungen sind in Straelen vorhanden. Hier gilt es zu prüfen, an welchen Stellen eine Verkabelung sinnvoll und notwendig erscheint.

Noch im Jahr 2013, also vor der Netzübernahme zum 1. Januar 2014, wurden durch die SWK auf dem Niersbroeker Weg an der Stadtgrenze zur Stadt Geldern, knapp 1.200 Meter Mittelspannungs-Stromkabel in die Erde verlegt. Außerdem wurden im Zuge dieser Baumaßnahme zwei alte Mast-Stationen durch zwei moderne und zukunftsfähige Kleinstationen ersetzt. Gleichzeitig wurden rund 300 Meter Niederspannungskabel mitverlegt und ein Freileitungshausanschluss gegen einen Kabelhausanschluss ersetzt.

Erhöhung der Versorgungssicherheit

Diese ganzheitliche Betrachtung des Mittelspannungs- und Niederspannungsnetzes ist eine zentrale Prämisse der SWK bei allen Baumaßnahmen, damit Synergien genutzt und Kosten gering gehalten werden können. Die Demontage der vorhandenen Mittelspannungsfreileitung auf einer Länge von 1.700 Meter wird in nächster Zeit durchgeführt. Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit ist eine Ringbildung im 10-kV-Netz geplant. Hierzu sind bereits jetzt erste Baumaßnahmen aufgelegt mit einer Kabellänge von rund 4.900 Meter und dem Ersatz der vorhandenen Mast-Stationen durch sieben neue Kleinstationen. Diese Baumaßnahmen haben ein Gesamtvolumen von rund 800.000 Euro. Noch im ersten Quartal 2014 geht’s los im Bereich von Backespad, In de Hees und Xantener Straße.

„Und natürlich müssen wir auch die Anforderungen an ein intelligentes und zukunftsfähiges Stromnetz beachten. Derzeit wird hier Strom aus Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 25 MW in das Straelener Stromnetz eingespeist. Weitere Anlagen mit einer Windkraftleistung ca. 50 MW sind in den kommenden zwei Jahren geplant. Das ist eine echte Herausforderung an die Leistungsfähigkeit des Versorgungsnetzes“, sagt Dr. Frank Burau.

Bei der Bewältigung dieser Herausforderung hilft auch die neue Betriebsstätte der SWK. Diese befindet sich unmittelbar neben der Straelener Umspannanlage. Dort wird der Strom von einer höheren auf eine niedrigere Spannung „herunter gespannt“ und anschließend weiter verteilt. Über Lichtwellenleiterkabel (Glasfaserkabel) ist die neue Betriebsstätte der SWK direkt mit der Netzleitwarte in Krefeld verbunden. Die Netzleitwarte ist gewissermaßen das Herzstück für die Techniker. Hier laufen alle Fäden zusammen, können Spannungsschwankungen und etwaige Störungen sofort erkannt und lokalisiert werden, so dass die Experten der SWK dann sofort ausrücken können. „Daher ist es wichtig, dass wir Kollegen vor Ort haben. Gerade im Falle eines Stromausfalls zählt zu Beginn jede Minute. Auch die Gemeinde Wachtendonk profitiert von der neuen Betriebsstätte, denn von Straelen aus können wir noch schneller vor Ort auch in der Nachbargemeinde sein“, erklärt Carsten Liedtke. Die SWK hat daher auch eine Störungsnummer speziell für die Straelener und Wachtendonker Bürgerinnen und Bürger eingerichtet. Sollte es also zu einem Stromausfall kommen, können sich diese unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 - 24 25 410 rund um die Uhr direkt an die SWK-Mitarbeiter wenden.