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01. January 1970

Gut fürs Grundwasser, Bienen, Hummeln und Co.: SWK und Krefelder Landwirte kooperieren

Trinkwasser zählt zu den am gründlichsten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland. Krefelds Trinkwasser wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. Dieses Grundwasser wird an insgesamt 80 Grundwassermessstellen und in den einzelnen Brunnen regelmäßig überwacht. Der Schutz des Grundwassers ist von großer Wichtigkeit für die Gewährleistung der einwandfreien Wasserqualität.
Die Bewirtschaftung der Oberflächen durch die Landwirtschaft mit Düngemitteln oder intensiver Gülle-Aufbringung können den Boden verunreinigen oder mit Stoffen anreichern, die in großen Mengen die Qualität des Wassers beeinflussen. „Wir haben deshalb schon vor Jahrzehnten eine Kooperation mit den heimischen Landwirten geschlossen, um uns darin auf Maßnahmen zu verständigen, die das Grundwasser schützen“, erklärt Michael Rögele, Geschäftsführer der SWK AQUA.

Eine solche Maßnahme ist beispielsweise die Vereinbarung, dass die Landwirte auf eine intensive Düngung verzichten; im Gegenzug erhalten die Landwirte einen Entschädigungsausgleich. „Wir haben einen großen Nutzen davon, wenn weniger gedüngt wird“, sagt Michael Rögele. „In unseren Wasserwerken haben wir zum Beispiel keine Möglichkeit, Nitrat aus dem Wasser zu entfernen. Die Nachrüstung der Aufbereitungsanlagen würde zu einer deutlichen Preissteigerung führen. Zusammen mit den Landwirten wollen wir verhindern, dass Nitrat erst gar nicht in das Grundwasser gelangt.“

Gemeinsam mit der SWK AQUA haben die örtlichen Landwirte nun eine weitere gemeinsame Aktion gestartet, die neben dem Grundwasser- auch dem Insektenschutz dient: An insgesamt 18 Stellen in Krefeld – überwiegend in Wasserschutzgebieten - werden einzelne Flächen vom Ackerland als „extensives Grünland“, „Ackerbrache“ oder „Blüh- und Schonstreifen“ deklariert. „Auf diesen Flächen kommen weder Dünge- noch Pflanzenschutzmittel zur Anwendung. Außerdem werden diese Flächen erst nach einem bestimmten Zeitpunkt gemäht, um die Insektenvielfalt und Kleintiere zu schützen“, sagt Landwirt Thomas Vennekel.

Insgesamt sind zunächst etwa 30 Hektar als solche Umwelt- und Naturschutzflächen ausgewiesen. „Wir positionieren auf jedes dieser Felder ein Hinweisschild, um vorbeikommende Radfahrer oder Wanderer über diese Maßnahme zu informieren“, erklärt Landwirt Heinz-Albert Schmitz, Vorsitzender der Wasserwirtschaftskooperation Krefeld Nord-West mit der SWK.

Die Landwirte ergreifen darüber hinaus noch weitere Maßnahmen zum Boden-, Grundwasser- und Insektenschutz: Nach den Sommerfrüchten, wie z.B. Wintergerste, Winter- und Sommerweizen, Triticale (eine Kreuzung aus Weizen und Roggen) und frühen Kartoffeln, werden Zwischenfrüchte wie Klee, Senf, Ölrettich, Lupinen und andere Arten angebaut. „Sie bieten Insekten zu verschiedenen Zeiten vom Sommer bis in den Herbst hinein ausreichend Nahrung. Der Stickstoff wird in die Pflanzen transportiert und im kommenden Frühjahr dann wieder neuen Pflanzen als Nahrung zur Verfügung gestellt“, erläutert Heinz-Albert Schmitz.

In den Kooperationsgebieten Krefeld Nord-West und Krefeld Süd-West werden auf rund 800 Hektar Zwischenfrüchte angebaut. Noch in diesem Jahr werden die Landwirte zusätzliche Flächen im Rahmen des EU-Programms „Greening“ für den Insektenschutz bereitstellen.

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