Servicenummern

Entstörungsdienst

0800-2425400
(kostenfrei)

Energie & Wasser

0800-2425100
(kostenfrei)

Mo - Fr: 7.00 bis 20.00 Uhr
Sa: 8.00 bis 13.00 Uhr

Bus & Bahn

01806-504030
(0,20 €/Verbindung aus dem dt. Festnetz, Mobil max. 0,60 €/Verbindung)

Allgemeines Kontaktformular




Ihre Nachricht*:

Kontaktadressen

Kontaktadressen

St. Töniser Str. 124
47804 Krefeld

Tel.: 02151-980
Fax: 02151-981100

 

Störungsmeldung Straßenbeleuchtung

Kontakt
14. August 2018

Gelungene Integration: SWK stellt nach gemeinsamen Projekt mit VHS und Jobcenter vier Zuwanderer als Straßenbahnfahrer ein

Früher hat Ammar Abbara LKW und Anhänger repariert. Mit schweren Fahrzeugen kennt er sich also aus. Heute fährt er für die SWK auf den Straßenbahnlinien die Fahrgäste sicher und zuverlässig durch Krefeld. Ammar Abbaras Heimat ist Syrien, vor zwei Jahren kam er nach Deutschland. Und er ist einer von insgesamt vier Zuwanderern, die seit Mai für die SWK als Straßenbahnfahrer im Einsatz sind. Dazu gekommen ist es durch eine Kooperation von VHS Krefeld, Jobcenter Krefeld und der SWK, die bereits Mitte 2016 ihren Anfang nahm.

„Die VHS hat bereits mit Beginn der Zuwanderungswelle eine Kompetenzfeststellung für alle Neuzugewanderten in Integrationskursen durchgeführt. Unsere Zielsetzung war es, gemeinsam mit dem Jobcenter Krefeld die Menschen entsprechend ihrer beruflichen Qualifikationen und Neigungen dort mit Arbeitgebern/Arbeitgeberverbänden in Kontakt zu bringen, wo konkreter Bedarf an Fachkräften besteht“, so VHS-Direktorin Dr. Inge Röhnelt.

So konnten die Weichen für dieses erfolgreiche Projekt durch das vernetzte Handeln aller Akteure bereits frühzeitig gestellt werden. „Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren hat hier reibungslos funktioniert“, sagt Michael Schreiber, der als Fachbereichsleiter an der VHS das Team der AG Integration leitet und für die Umsetzung des Projektes verantwortlich zeichnete. Zehn Bewerber konnten begleitend zu dem noch laufenden Sprachkurs an der VHS erste berufspraktische Erfahrungen im Rahmen von Orientierungspraktika bei der SWK sammeln. Die mit der Tätigkeit als Straßenbahnfahrer verbundenen sprachlich-kommunikativen Anforderungen wurden begleitend zur Ausbildung in Deutschkursen der VHS stetig weiterentwickelt und vertieft.

Insgesamt sieben Monate dauerte die Ausbildung der am Ende sechs Zuwanderer, die ausgewählt worden waren, sich zum Straßenbahnfahrer schulen zu lassen. Vier von ihnen haben die Zwischen- und Abschlussprüfung bestanden, so dass am Ende neben Ammar Abbara noch Mohamed El Fares und Abdulrahman Saadieh aus Syrien sowie Dheyaa Kashif aus dem Irak jetzt für die SWK im Einsatz sind. „Alle vier sind sehr engagiert und höflich, wirklich vorbildliche Fahrer, die auch kein Problem damit haben, im Schichtdienst zu arbeiten. Die haben richtig Spaß, zu fahren“, lobt Stefan Fuchs, Leiter des Verkehrsbetriebs bei der SWK.

Dennoch sei die Ausbildung auch für die SWK kein Zuckerschlecken gewesen – das zeigt sich schon an der Länge der Ausbildung, die üblicherweise in zwei bis drei Monaten abgeschlossen ist, hier aber mit sieben Monaten eine deutlich längere Zeit in Anspruch nahm. „Deutsch-Kenntnisse sind in dem Beruf immens wichtig. Der Fahrer ist erster Ansprechpartner für die Fahrgäste und meist auf sich allein gestellt in immer wieder unterschiedlichen Situationen. Wir haben gemerkt, dass die Deutsch-Kenntnisse für viele der Flüchtlinge die größte Hürde sind. Die vier neuen Kollegen, die es jetzt am Ende geschafft haben, haben immer wieder richtig gepaukt, das ganze Tarif-Vokabular gelernt, Dinge ständig wiederholt – und nun können wir sie guten Gewissens auf unseren Straßenbahnlinien einsetzen“, betont Stefan Fuchs.

Multikulturalität ist im SWK-Konzern übrigens keine Seltenheit. Menschen aus 35 verschiedenen Nationen, von unseren Nachbarn aus den Niederlanden bis ins entfernte Thailand, arbeiten für die SWK. „Das ist gelebte Integration und spiegelt unsere gesellschaftlichen Verhältnisse wider“, sagt SWK-Vorstandssprecher Carsten Liedtke.

Das Jobcenter Krefeld unterstützte und begleitete als Kooperationspartner den Prozess von der Vorauswahl der passenden Bewerber bis hin zu den individuellen finanziellen Förderungen. „Dieses Beispiel zeigt, dass es uns gemeinsam gelingen kann, motivierte Geflüchtete erfolgreich als Fachkräfte in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Für Unternehmen birgt diese Bewerbergruppe ein großes Nachwuchspotenzial“, so Martin Roos, Bereichsleiter des Jobcenters Krefeld.

Für die SWK bot sich die Kooperation mit VHS und Jobcenter zur Gewinnung neuer Fahrer an. „Wie alle Verkehrsunternehmen, sind auch wir dringend auf Fachkräfte – in diesem Fall Fahrerinnen und Fahrer – angewiesen“, erklärt Carsten Liedtke. Das ist heutzutage gar nicht so einfach. „Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Kundenservice, Spaß am Umgang mit anderen Menschen – all das gehört zum Job eines Bus- oder Straßenbahnfahrers dazu. Wir suchen auch weiterhin Menschen, die sich mit diesen Eigenschaften identifizieren und für uns als Fahrerin oder Fahrer arbeiten möchten“, betont Carsten Liedtke.

Downloads

Verwandte Links