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21. März 2014

Für mehr Versorgungssicherheit: SWK verlegt 110-Kilovolt-Leitungen in die Erde

Vor knapp einem Jahr begann die SWK SETEC mit der Umsetzung eines Großprojektes: Mit dem Ersatz der 110 kV-Freileitung durch ein leistungsstarkes 110 kV-Kabel wird neben der Versorgung der Umspannanlage Hüls auch ein Ringschluss bis zur Umspannanlage Birkschenweg realisiert. „Die Wahl der Trasse gewährleistet nicht nur eine zukunftssichere, innovative Energieversorgung, sondern berücksichtigt auch eine optionale Anbindung mehrerer leistungsstarker Unternehmen an das 110 kV-Netz“, erklärt Carsten Liedtke, Sprecher SWK-Vorstand.

Verlegt wird je ein Stichkabel vom Umspannwerk St. Tönis zum Trafo in der Umspannanlage Hüls (Länge: rund 5,1 km) sowie zur Besicherung von der Umspannanlage Birkschenweg zu einem weiteren Trafo in der Umspannanlage Hüls (Länge: rund 4,3 km).

Im Vorfeld fanden bereits zahlreiche vorbereitende Arbeiten statt:

• Der mehr als neun Kilometer lange Kabelgraben wurde ausgehoben. Rund 15.000 m³ Erde wurden hierfür bewegt – dies entspricht einem Hügel von 100x10 Meter, mit einer Höhe von 15 Metern.

• In diesem Graben wurden 37 Kilometer Schutz- und Leerrohre für die späteren Hochspannungsleitungen verlegt – das entspricht etwa der Entfernung Krefeld-Essen.

• 61.000 Betonplatten wurden als zusätzlicher Leitungsschutz in dem Graben verbaut.

• Zwölf Baugruben wurden ausgehoben, um in diesen die 110kV-Kabel in rund 1,40 Meter Tiefe einzulassen.

Auch wenn ein großer Teil der Arbeiten entlang von Wirtschaftswegen erfolgte, ließen sich vorübergehende Straßensperrungen nicht verhindern. Es wurden unter anderem zwei Bundesstraßen, ein Gleis der Deutsche Bahn AG, eine Straßenbahnlinie und zwei Industriegleise gekreuzt.

Die 110kV-Kabel selbst sind eine Sonderanfertigung. „Das Maß, die Länge und die nötige Qualität gibt es nicht von der Stange“, sagt Johannes Funck, Geschäftsführer der SWK SETEC. Und sein Geschäftsführer-Kollege Uwe Linder ergänzt: „Das Gesamtinvest für die Verkabelung und den Anschluss der 110-kV-Leitungen, wie auch die erforderlichen Umrüstungen in den Umspannanlagen, liegt bei rund sechs Mio. Euro.“ Das ist die größte Summe, die jemals für eine Einzelbaumaßnahme im Bereich der Versorgung in Krefeld ausgegeben wurde.

Geld, das gut angelegt ist. „Wir haben in Krefeld bereits sämtliche Nieder- und Mittelspannungsfreileitungen verkabelt, also in die Erde verlegt. Durch die Verkabelung der Hochspannungsleitung machen wir nun auch auf diesem Gebiet einen Schritt in eine noch größere Versorgungssicherheit. Witterungsbedingte Stromausfälle werden dadurch nahezu ausgeschlossen“, sagt Kerstin Abraham, Mitglied SWK-Vorstand. Krefeld war im Jahr 2007 eine der wenigen Städte in NRW, die keine Stromausfälle aufgrund des Orkans „Kyrill“ zu verzeichnen hatte.

Die 110kV-Kabel werden im so genannten Durchzugverfahren verlegt. Hierbei wird zunächst ein dünnes Zugseil mit Pressluft durch das Leerrohr geblasen. An diesem wird anschließend das eigentliche Zugseil für das Kabel befestigt und mit einer Winde bei einer vorgegebenen zulässigen Zugkraft durch das Rohr gezogen. Schmierfett reduziert dabei die Reibung des Kabels. Bis zu 1.000 Meter müssen die Kabel dabei durch das Rohr zurücklegen, bevor sie an einer Muffe mit einem weiteren Kabelstück verbunden werden. Die Kabeltrommeln, auf der die Kabel aufgewickelt sind, haben einen Durchmesser von knapp 3 Metern.

Geplant ist, die neu verlegten Leitungen Ende Mai in Betrieb zu nehmen. Der Rückbau der noch stehenden Freileitung erfolgt dann bis Ende 2015. Die 110-kV-Freileitung steht übrigens in keinem Zusammenhang zu der von Amprion geplanten Erweiterung der Höchstspannungsleitung, die über eine teilweise parallele Streckenführung verfügt.