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2. Januar 2019

Stadtwerke Krefeld nehmen innovative Heizzentrale in Hilchenbach (Rhein-Sieg-Kreis) in Betrieb

Auf der Suche nach einer energieeffizienteren Möglichkeit zu heizen, setzt die Stadt Hilchenbach jetzt auf die SWK ENERGIE GmbH einer 100%igen Tochter der SWK STADTWERKE KKREFELD AG. Nach einer europaweiten Ausschreibung zur Wärmeversorgung des Schulzentrums „Schulhügel“ der Stadt Hilchenbach, erhielt die SWK ENERGIE GmbH (SWK) im April diesen Jahres den Zuschlag. Innerhalb kürzester Zeit hat die SWK die neue Heizzentrale und das ca. 500m lange Nahwärmenetz am „Schulhügel“ errichtet. Insgesamt werden zwei Schulgebäude und drei Turnhallen mit Wärme und warmen Wasser versorgt.

Bürgermeister der Stadt Hilchenbach Holger Menzel: „Es gab viele Varianten, doch die SWK überzeugte uns mit Ihrem innovativen Konzept. Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und eine Reduzierung des Primärenergieverbrauchs waren maßgebend bei unserer Entscheidung zur Energieoptimierung mit diesem sicheren und gleichzeitig günstigen System der zentralen Wärmeversorgung. Darüber hinaus war es für uns sehr wichtig, dass die SWK die Umsetzung des Projektes sowie die nun anstehenden Wartungen der Anlage mit lokalen Betrieben aus unserer Region hier vor Ort durchführt.“

Einzigartiges Versorgungskonzept aus einer Hand

Die Heizzentrale steht auf einer Fläche von ca. 300 Quadratmetern und umfasst den Holzkessel –mit einer Leistung von 400 Kilowatt- einen Pufferspeicher für 50.000 Liter (333 Badewannen voll mit Wasser) und bis 90 Grad warmes Wasser sowie das Holzschnitzellager. Die Gebäude des Schulhügels sind über das ca. 500m lange Nahwärmenetz miteinander verbunden und werden aus der Heizzentrale mit Wärme versorgt. Die Wärme selbst wird aus dem natürlichen und nachwachsenden Brennstoff Holz klimafreundlich erzeugt. Die zum SWK-Konzern gehörende Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) liefert diesen Rohstoff. Damit erfolgt die gesamte Energieversorgung aus einer Hand. Dieses Angebot können nur wenige Energieversorger bieten. Eingespart werden dadurch rund 300.000 kwh pro Jahr beim Energieverbrauch, dies sind etwa 80 % der bisherigen CO2-Belastung. Mit dieser umweltfreundlichen und hocheffizienten Nahwärmeversorgung können als Vergleich ca. 100 Einfamilienhäuser mit Wärme versorgt werden.

Speicher und Gaskessel sind zuschaltbar

Zusätzlich zur Heizzentrale wurden noch zwei kleinere Pufferspeicher, für insgesamt 4.000 Liter Wasser, im Heizungskeller der Realschule errichtet. Bei Bedarf können auch immer noch die bereits bestehenden „alten“ Heizkessel in den Schulgebäuden zugeschaltet werden.

Die Zusammenarbeit mit der SWK und den jeweiligen Subunternehmern gestaltete sich sehr positiv und kooperativ. Insgesamt war es eine sehr sportliche Leistung, dass das gesamte Leitungsnetz in den Sommerferien fertig gestellt wurde und der Schulbetrieb, bzw. die Schulhöfe nach den Sommerferien wieder uneingeschränkt nutzbar waren. Zudem war auch die gute Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Büro G-TEC, die die europaweite Ausschreibung durchgeführt haben und das Projekt bis zur Vergabeentscheidung begleitet haben.

Einen besonderen Dank auch an die beiden Schulleiterinnen, Frau Setzer und Frau Koch, sowie die Hausmeister Herr Irle und Herr Kutzer, die die Baumaßnahme trotz diverser Beeinträchtigungen durch zeitweisen Baulärm und Baustellenverkehr, immer positiv begleitet haben.

Contractingkonzept der SWK Energie

Die Heizkosten bilden einen der größten Kostenblöcke öffentlicher und sozialer Einrichtungen. Hierfür entwickelt die SWK ganz individuell zugeschnittene Konzepte und übernimmt sämtliche Investitionskosten der Heizungsanlage. „In Hilchenbach haben wir ca. 1 Millionen Euro investiert und betreiben nun über einen Zeitraum von 15 Jahren eine innovative und umweltfreundliche Nahwärmeversorgung, mit der eine hohe CO2-Einsparung verbunden ist“, sagt Christian Hibbeln, kaufmännischer Projektleiter der SWK.

„Es gibt viele Städte und Gemeinden in denen, ebenfalls wie hier in Hilchenbach, mehrere öffentliche Gebäude in räumlicher Nähe stehen. Wir hoffen, dass das Beispiel „Schulhügel Hilchenbach“ dazu führt, dass wir noch weitere Lösungen zur Energiewende vor Ort in den Städten und Gemeinden umsetzen können und mit unseren umweltfreundlichen Nahwärmeversorgungen einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Carsten Liedtke, Sprecher des SWK-Vorstands.

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