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15. August 2019

Krefeld ist nah am Wasser gebaut

Der Sommer ist lang und trocken. Der zweite in Folge - und mit Folgen. Viele Städte und Kreise fordern ihre Bevölkerung auf, Wasser einzusparen. Aktuell sorgt sich der Kreis Viersen ums Ökosystem. Niedrige Wasserstände, auch und gerade beim Grundwasser. Nur wenige Kilometer weiter östlich gibt SWK-Vorstand Kerstin Abraham Entwarnung: „Krefeld hat solche Probleme nicht. Wir gewinnen unser Trinkwasser zu 100 Prozent aus dem Grundwasser. Und davon, das belegen unsere Messungen über Jahrzehnte, haben wir mehr als benötigt wird.“

Christof Epe, Geschäftsführer der Netzbetreiberin Netzgesellschaft Niederrhein (NGN), eine 100-prozentige Tochter der SWK STADTWERKE KREFELD AG, erklärt: „Es ist nicht nur stets ausreichend Grundwasser vorhanden, wir schöpfen die erlaubten Fördermengen nicht annähernd aus.“ Der Bedarf ist seit 30 Jahren rückläufig. In Zahlen: Laut Wasserrecht dürfte die NGN 19,4 Millionen Kubikmeter Grundwasser per anno fördern. 1990 wurden 17,5 Millionen Kubikmeter so genannter „Nutzbarer Abgabe“ von Bevölkerung und Gewerbe verbraucht, 2005 waren es nur noch 13,2, 2018 schließlich 12,3. Das Trinkwasser wird Krefelder Haushalten und Gewerbekunden über das 800 Kilometer lange Leitungsnetz hochwertig aufbereitet zur Verfügung gestellt.

Derweil sind die Niederschlagsmengen nach Erhebungen des Deutschen Wetterdienstes - mit Ausnahme 2018 - seit 30 Jahren konstant. Eine verlässliche Größe: Mitunter dauert es mehrere Jahre, bis ein Tropfen Niederschlag die jeweilige Brunnenfassung erreicht und als Grundwasser gewonnen werden kann. Kerstin Abraham erklärt die Versorgungssicherheit in Krefeld auch perspektivisch als ungefährdet: „Es wird nicht mehr Grundwasser gefördert als sich neues bildet. Die Grundwasserstände unterliegen zudem unserer ständigen Kontrolle.“

Hinter dieser steht eine enorme Logistik: Die NGN betreibt im Auftrag der Stadt zwei Wasserwerke, sieben Gewinnungsanlagen und 41 Brunnen. Nahezu die Hälfte des Gewinnungsgebietes liegt außerhalb Krefelds. 465 Grundwassermesstellen auf dem Stadtgebiet, in St. Tönis, Willich und Meerbusch liefern digitale Werte zur Darstellung der so genannten Grundwasserganglinien. Zuverlässig nachvollziehbar seit 1970. Für die Wassergewinnungsanlage „In der Elt“ zum Beispiel sei festzustellen, dass die aktuellen Grundwasserstände einen Meter höher lägen als in den 70-ern. An manch anderer Stelle, etwa im Kliedbruch, macht der hohe Grundwasserstand den Anwohnern mitunter sogar Sorgen.

Christof Epe setzt derweil auf das ganzheitliche Grundwassermonitoring der NGN: „Auch wenn uns die Entnahmemengen der Industrie und die von Privaten nicht vorliegen, können wir mit diesen Messungen ein sehr genaues Bild vom Grundwasserkörper aufzeichnen.“

Infokasten: Das Krefelder Trinkwasser kommt in exzellenter Qualität aus dem Wasserhahn. Täglich laufen 38 Millionen Liter Wasser durch das 800 Kilometer lange Leitungsnetz der Stadtwerke. In Krefeld verbraucht jeder Mensch rund 123 Liter pro Tag, das Gros wird für die Körperpflege eingesetzt. Die wichtigsten Zahlen: 44 Liter fürs Duschen und Baden, 33 Liter für den Toilettengang, 15 Liter fürs Wäschewaschen, jeweils sieben Liter fürs Geschirrspülen und die Gartenbewässerung sowie fünf Liter fürs Kochen und zum Trinken.

Dabei ist gerade in Krefeld die Trinkwasserqualität hervorragend, das Wasser mineralienreich und nach Enthärtung in den Wasserwerken mit 13 Grad deutscher Härte angenehm weich. Immer mehr Schulen in Krefeld zeigen zudem Interesse an einem Trinkwasserspender. Die SWK weiß um ihre Verantwortung als Lieferantin des kostbaren Rohstoffs und führt im Trinkwasserlabor der EGK Entsorgungsgesellschaft Krefeld GmbH kontinuierlich organische, anorganische und mikrobiologische Analysen durch. Wasser ist auch in Krefeld das bestkontrollierte Lebensmittel.

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