Krokodile gibt’s dort nicht: Azubis/Fachkraft zur Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

INNENANSICHT: Christian S. wird bei der SWK zur Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice (RKI) ausgebildet.

"Es ist ein neuer, technisch anspruchsvoller und abwechslungsreicher Beruf. Mich begeistern die raffinierten Spezialfahrzeuge und Kamerawagen auf dem allerneuesten Stand der Technik."

(Christian S. taucht mit technischem Gerät ab.)

      

Was macht eine Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice?

Bei der SWK sind meine 25 Kollegen und ich für die reibungslose Abwasserentsorgung im Krefelder Stadtgebiet zuständig. Hauptsächlich reinigen wir Abwasserkanäle mittels Hochdruckspülung und Sauger. Mit fahrbaren Kameras inspizieren wir sie auf Schäden. Außerdem reinigen wir Abwasserpumpstationen und Gullys.

Das klingt nass, kalt und schmutzig …

Mit Schmutz und Nässe muss man bei diesem Beruf natürlich rechnen. Kalt ist es im Kanal aber nicht, sondern konstant 18 – 20 Grad warm. Das ist im Winter ganz angenehm. Die Geruchsentwicklung ist hoch, aber die Nase gewöhnt sich daran.

Warum haben Sie genau diese Ausbildung gewählt?

Es ist ein neuer, technisch anspruchsvoller und abwechslungsreicher Beruf. Mich begeistern die raffinierten Spezialfahrzeuge und Kamerawagen auf dem allerneuesten Stand der Technik genauso wie die körperliche Herausforderung, beispielsweise wenn man mit Atemschutz und Höhensicherungsgerät in den Kanal absteigt.

Was macht Ihnen am meisten Spaß?

Die Fahrzeuge sind so ausgereift, dass man nur selten mit Schaufel, Spitzhacke und Schubkarre arbeiten muss, dabei macht es mir genau dann am meisten Spaß, wenn man sich so richtig dreckig machen kann.

Das klingt nach einem Job für echte Kerle?

Aus anderen Betrieben hören wir auch von weiblichen RKIs, die sich wacker schlagen. Deshalb kann auch die SWK sich sehr gut eine Azubine vorstellen. Der schulische Teil der dualen Ausbildung findet blockweise im Internatsbetrieb in einer Landesfachschule in Gelsenkirchen statt. Wichtig ist neben technischem Verständnis und körperlicher Belastbarkeit die Teamfähigkeit: Wer in den Kanal absteigt, muss sich auf seinen Kollegen oben verlassen können.

Viele Horrorfilme beginnen in der Kanalisation. Ist es unheimlich dort unten?

Als unheimlich habe ich es noch nie empfunden, es ist vielmehr beeindruckend, welche unglaublichen Dimensionen unter den Straßen Krefelds verbaut sind. Kurz vor der Kläranlage haben die Rohre über drei Meter Durchmesser. Im Licht der Taschenlampe leuchten uns manchmal die Augen hunderter Ratten entgegen, aber die haben mehr Angst vor uns als wir vor denen. Ein Krokodil oder eine Schlange habe ich dort noch nie gesehen.

 

 

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