Krefelder SONNENSTROM
Erste Photovoltaikanlage geht ans Netz
Ende des vergangenen Jahres riefen SWK und die Volksbank Krefeld das Projekt „Krefelder SONNENSTROM“ ins Leben – ein Sparbrief, bei dem mit dem Geld der Anleger Photovoltaikanlagen auf Krefelder Dächern finanziert werden. Inzwischen sind die ersten Dächer mit Solarmodulen bestückt. Als erste Anlage geht jetzt der SONNENSTROM von der Anlieferungs- und Umladehalle der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) sowie von der Fahrzeughalle der Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft Krefeld (GSAK) ans Netz.„Mit der Inbetriebnahme der ersten mit Unterstützung der Krefelder Bürgerinnen und Bürger gebauten Photovoltaikanlagen geben wir den regenerativen Energien in unserem Strommix ein größeres Gewicht“, erklärt SWK-Vorstandsvorsitzender Martin Cirener.
Etwa 200 Kilowatt installierte Leistung haben die Solarmodule auf dem Dach der Anlieferungs- und Umladehalle der EGN. Die Fahrzeughalle der GSAK ist auf 100 Kilowatt ausgelegt. Weitere SWK-eigene Dächer sind ebenfalls bereits mit Photovoltaikanlagen ausgestattet und gehen ans Netz: Die größte installierte Leistung befindet sich hierbei auf einer Fahrzeughalle bei der SWK MOBIL mit 420 Kilowatt. Hinzu kommen noch die Dächer der beiden Wasserwerke In der Elt und Gladbacher Straße (zusammen etwa 100 Kilowatt) sowie eine Halle auf dem Gelände der SWK-Verwaltung. Insgesamt also sechs Dächer mit einem Investitionsvolumen von etwa 2,6 Mio. Euro. Diese sechs Dächer werden mit knapp 1 Megawattt installierter Leistung bereits rund die Hälfte der ursprünglich anvisierten 2 Megawatt abdecken. Zusammen werden die Solarmodule auf den SWK-eigenen Dächern 9.885 Quadratmeter Fläche bedecken.
„Mit der Gemeinschaftsaktion Krefelder SONNENSTROM engagieren sich die SWK und die Volksbank Krefeld mit Unterstützung ihrer Kundinnen und Kunden aktiv für den Klimaschutz“, erklärt SWK-Vorstandsmitglied Carsten Liedtke. Rund 1.000 Tonnen CO2 lassen sich mit Hilfe des Stroms der Photovoltaikanlagen jährlich einsparen.
„Für uns steht vor allem die Region im Mittelpunkt“, macht der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Krefeld, Klaus Geurden, deutlich: „Die Menschen vor Ort sparen, die Unternehmen vor Ort investieren – und wir organisieren das.“ Mittelständisches Denken und genossenschaftliches Engagement lohnten sich für alle Beteiligten: „Selber machen statt darauf zu warten, dass andere etwas tun – das ist unsere Idee. Der anhaltende Erfolg der Gemeinschaftsaktion Krefelder SONNENSTROM zeigt, wie gut und wie vernünftig das ist.“
Die Sparbriefe waren am 31. Dezember 2009 bereits nach nur acht Wochen vergriffen. Das Emissionsvolumen für den Krefelder SONNENSTROM betrug 7 Mio. Euro. Die jährliche Verzinsung steigert sich von 2,2 Prozent im ersten Jahr über 2,7 Prozent im zweiten, drei Prozent im dritten, 3,4 Prozent im vierten und 4,35 Prozent im fünften Jahr, so dass sich ein durchschnittlicher effektiver Jahreszins von 3,1 Prozent ergibt.
Im nächsten Schritt will die SWK nun auch städtische Dächer sowie weitere konzerneigene Dächer mit Photovoltaikanlagen ausstatten. Hierzu muss in diesen Tagen noch der Gestattungsvertrag unterzeichnet werden. Nach der Ausschreibung wird voraussichtlich Anfang August über die Vergabe entschieden, so dass im Anschluss weitere Dächer in Krefeld mit Solarmodulen bestückt werden können.




