SWK investiert in die Zukunft des Wachtendonker Stromnetzes
Netzbetrieb zum 1. Juli 2010 übernommen
Wie bereits berichtet, hat die SWK NETZE GmbH im vergangenen Jahr den Konzessionsvertrag für das Wachtendonker Stromnetz mit der Gemeinde Wachtendonk unterzeichnet. Seit dem 1. Juli 2010 betreibt das Krefelder Unternehmen nun das Elektrizitätsnetz in Wachtendonk.Die SWK NETZE GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der SWK STADTWERKE KREFELD AG. „Als eines der wenigen mittelgroßen Energieunternehmen befindet sich die SWK noch komplett in kommunaler Hand“, betont SWK-Vorstand Carsten Liedtke. Diese kommunalfreundliche Ausrichtung war gemeinsam mit der regionalen Nähe ein ausschlaggebender Grund, warum sich die Gemeinde Wachtendonk für die SWK NETZE GmbH als neuen Netzbetreiber entschieden hatte. In enger Abstimmung mit der Gemeinde wird nun das Netz nachhaltig weiter entwickelt und zukunftsfähig gemacht.
Für die Übernahme des Netzes war zunächst die Trennung vom RWE-Netz, die so genannte Entflechtung, erforderlich. Dies hat die SWK genutzt, um in Wachtendonk eine eigenständige Versorgungsinfrastruktur aufzubauen. Kern ist die neu errichtete Schaltanlage „Wankum" und die mittelfristige unterirdische Verkabelung der noch in Betrieb befindlichen rund 75 km Freileitungen.
Die SWK NETZE GmbH hat im Versorgungsgebiet Krefeld bereits seit dem Jahr 2000 die Mittel- und Niederspannungs-freileitungen vollständig verkabelt und damit die Versorgungsunterbrechungen durch Witterungseinflüsse deutlich reduzieren können. So waren beispielsweise die Auswirkungen des Sturmtiefs Kyrill im Jahr 2007 auf die Kunden im Versorgungsgebiet Krefeld minimal.
Dieses Konzept verfolgt die SWK NETZE GmbH auch in Wachtendonk. Bereits in den Monaten vor der offiziellen Übernahme des Netzbetriebes hat sie erhebliche Investitionen in das Wachtendonker Elektrizitätsnetz getätigt. Dabei greift das Unternehmen auf Kompetenzen zurück, die es bei der Modernisierung des Krefelder Stromnetzes gesammelt hat.
Mit den in 2010 durchgeführten Maßnahmen sind schon die ersten Verkabelungen eingeleitet worden. Ein weiterer Meilenstein ist die geplante Mittelspannungsverkabelung bis 2012; anschließend sollen auch die Niederspannungsfreileitungen verkabelt werden.
Schaltstation "Wankum"
Mit dem heutigen Tag wird nun als weiterer Schritt die neue Schaltstation "Wankum" in Betrieb genommen. Diese neu errichtete Anlage ist das Zentrum für die Versorgung von Wachtendonk und Wankum, in dem fast alle Kabelstrecken zusammenlaufen. Alle Systeme sind doppelt ausgelegt, so dass die Stromversorgung im Falle einer Störung kurzfristig wiederhergestellt werden kann.
Das Ziel der SWK NETZE GmbH ist ein leistungsfähiges Netz und eine hohe Versorgungssicherheit für Wachtendonk und Wankum, d.h. ein möglichst unterbrechungsfreier Netzbetrieb.
Dabei steht man vor einer großen Herausforderung: So genannte EEG-Einspeiser (dezentrale Einspeiser) wie zum Beispiel Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke tragen schon heute wesentlich zur „grünen" Stromerzeugung in Wachtendonk und Wankum mit einem hohen Anteil von etwa 40 Prozent bei. Diese besonders dynamische Lastsituation muss gemanagt werden und darf nicht zu einem instabilen Stromnetz führen. Daher setzt die SWK NETZE GmbH in Wachtendonk auf den Einsatz moderner und zukunftsweisender Technologien.
Smart Grids
Zur Überwachung des Netzes wurde durch die SWK-Leitwarte eine Lichtwellenleiter-Verbindung (LWL) zwischen der Leitwarte in Krefeld und Wachtendonk erstellt. Die über das gesamte Netz verteilten Stationen werden sukzessive mit intelligenter Technik versehen. Im ersten Schritt werden sie über die Netzbelastung Informationen gesendet. Bei der SWK geht man jedoch noch einen Schritt weiter: Die Krefelder prüfen, ob Wachtendonk eine Pilot-Region für „intelligente Netze", so genannte Smart Grids, werden kann.
Es geht gerade im Verteilnetz zukünftig vermehrt um das Ausbalancieren und Steuern von volatilen - also schwankend einspeisenden - Stromerzeugern, von Stromverbrauchern und von Speichern. Die Verteilnetze werden in Zukunft mit deutlich mehr Mess- und Steuerungsintelligenz ausgestattet werden müssen, damit sie sowohl auf Schwankungen beim Verbrauch als auch bei der Erzeugung reagieren können. Es ist durchaus möglich, dass die Gemeinde Wachtendonk mit ihren zahlreichen dezentralen Einspeisern hier ein Paradebeispiel dafür sein kann, wie Smart Grids diese Schwankungen bewältigen können.
Wichtig dabei: Für den Bürger selbst bedeutet all das keine Veränderungen, nur die Wege haben sich geändert. Der Strom wird auch zukünftig sicher und zuverlässig aus der Steckdose kommen.
Doch wie kommt der Strom eigentlich in die Steckdose? Wie gelangt der Strom von Krefeld nach Wachtendonk?
In den Generatoren der Großkraftwerke wird die elektrische Energie erzeugt. Eigentlich wird sie nicht „erzeugt”, sondern die in Kohle, Atom, Wasser, Wind und Sonne enthaltene Energie wird in Elektroenergie umgewandelt. Transformatoren wandeln diese Spannung in Hoch- und Höchstspannung von 110.000 bis zu 380.000 Volt um, weil sich so die elektrische Energie mit geringeren Verlusten über lange Strecken zum Verbraucher transportieren lässt. Eine ganze Kette von Transformatoren sorgt dann dafür, dass die Hochspannung bis zur Haushaltssteckdose auf die übliche Gebrauchsspannung von 230 Volt bzw. 400 Volt herabgesetzt wird.
Die SWK NETZE GmbH betreibt und verantwortet in Wachtendonk das Verteilnetz. An zwei Umspannanlagen übernimmt sie die Energie und leitet sie mit 10.000 Volt über die Schaltstation Wankum und zwei weitere Messpunkte dann weiter. Der Strom wird dann über Ortsnetzstationen an die Haushalte verteilt.
Neben der SWK NETZE GmbH hat die SWK STADTWERKE KREFELD AG noch weitere Tochterunternehmen. So zum Beispiel die SWK ENERGIE GmbH. Das hängt mit dem so genannten Unbundling zusammen. Unbundling bedeutet „Entflechtung“ und in der Energiewirtschaft nichts anderes, als dass gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Netzbetrieb und Stromverkauf getrennt behandelt werden müssen. Das Ziel: mehr Wettbewerb am Strommarkt. Während sich die SWK NETZE GmbH also um das „Funktionieren“ des Stromnetzes, also der Leitungen kümmert, liefert die SWK ENERGIE GmbH den Strom für den Kunden, den dann durch diese Leitungen fließt.
Aktiver Wechsel erforderlich
Um Strom von der SWK ENERGIE GmbH zu beziehen ist ein aktiver Wechsel des Verbrauchers notwendig. Zwar hat die SWK NETZE GmbH nun den Netzbetrieb in Wachtendonk übernommen. Das bedeutet aufgrund des Unbundlings jedoch nicht, dass der Bürger auch automatisch Strom von der SWK ENERGIE GmbH bezieht. Einige Wachtendonker haben den Wechsel bereits vollzogen. Bei einem Wechsel zur SWK hat man übrigens keinerlei Arbeit mit seinem bisherigen Anbieter. Die SWK kündigt im Auftrag des Kundens die bestehenden Verträge, wenn dies gewünscht wird.
Die SWK ENERGIE GmbH setzt hierbei auf volle Transparenz. „Bei uns gibt es keine Vorauskasse, keine ,Lockangebote’ mit Bonuszahlungen am Ende eines Jahres, keine Abnahme-Pakete über eine zuvor festgelegte bestimmte Summe an Kilowattstunden. Wir bieten unseren Kunden von Beginn an den gleichen, günstigen Preis - unkompliziert, übersichtlich und transparent“, verspricht Carsten Liedtke.
Speziell für die Wachtendonker Bürgerinnen und Bürger bietet die SWK ENERGIE GmbH das Produkt SWK KLASSIK Strom Natur mit einer Preisgarantie bis zum 30. Juni 2012 an. Das heißt, die Kunden haben zwei Jahre lang Planungssicherheit und müssen mit keinen Preissteigerungen beim Strom rechnen. Eine persönliche Beratung im SWK ServiceBüro an der Weinstraße, die kostenlose SWK Kundenkarte sowie einen fairen Vertrag ohne feste Laufzeit gibt es obendrauf.
Und so ganz nebenbei hilft SWK KLASSIK Strom Natur auch noch der Umwelt. Denn der Strom stammt, wie der Name schon vermuten lässt, zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien, konkret aus den beiden Wasserkraftwerken Hekni und Jorundland in Norwegen. Zertifiziert wird das Ganze Jahr für Jahr vom TÜV Nord Umweltschutz.
Mit Elke van Kneppenberg-Adolfs haben die Wachtendonker schon seit einigen Monaten eine erfahrene Ansprechpartnerin im SWK ServiceBüro an der Weinstraße 3. Jeden Dienstag und Donnerstag von 9 bis 13 Uhr sowie jeden letzten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr steht Elke van Kneppenberg-Adolfs für Fragen und Informationen zur Verfügung. Aber selbstverständlich erreichen Interessierte de SWK ENERGIE auch rund um die Uhr unter der kostenfreien ServiceLine 0800 / 24 25 100.
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